Für eine gesunde Zukunft
Mutter mit zwei Kindern
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Schwangerschaft im Betrieb

Um das heranwachsende Kind zu schützen, sollen werdende Mütter ihre Schwangerschaft sobald wie möglich beim Arbeitgeber mitteilen. Erst dann kann und muss er sich um die Bewertung ihrer bisherigen Tätigkeiten kümmern und die Schwangerschaft der staatlichen Arbeitsschutzbehörde melden. 

Gefährdungsbeurteilung erstellen

Zur Einschätzung der Arbeiten hilft der Blick in das Mutterschutzgesetz, Checklisten der Arbeitsschutzbehörden und Handlungshilfen zur Gefährdungsbeurteilung, welche sich ausschließlich auf Arbeitnehmerinnen beziehen.

Auch schwangere Unternehmerinnen erhalten dort wichtige Anhaltspunkte zu ihrem eigenen Schutz und dem ihres Kindes.

Gelebte Praxis

Yvonne Moses arbeitet seit 1997 als Gärtnerin im Palmengarten. Tragen, Heben, Bücken und Radladerfahren sind ihr tägliches Geschäft. Ihre Schwangerschaft hat sie im Betrieb im 3. Monat bekannt gegeben. Da sie auch Sicherheitsbeauftragte ist, hat sie ihren Arbeitsplatz mehr ins Büro verlegt. Sie hat Unterweisungen vorbereitet, die Lagerverwaltung mit Körperschutzmitteln und neuer Bekleidung verwaltet und ist überall eingesprungen, wo Bedarf war. Trotzdem war es ihr wichtig, draußen weiter leichte Arbeiten zu übernehmen, Kontakt zu ihren Kollegen zu halten und sich fachlich einzubringen. Nach Feierabend betreibt sie mit ihrem Freund und  seinen Eltern einen Aussiedlerhof und ca. 7 ha Grünland im Taunus mit Obstbaumbestand und Tierhaltung (Galloways, Pferd, Schweine, Schafe, Hühner). Yvonne Moses ist seit der Geburt von Lennox am 01. Mai 2015 alles leidenschaftlich gern: Gärtnerin, Landwirtin und Mutter: „Ich hatte eine sehr unkomplizierte Schwangerschaft und nun einen wirklich pflegeleichten Lennox. Ausschlaggebend ist aber vor allen Dingen die Familie, die gemeinsam den 2013 erworbenen Hof im Nebenerwerb stemmt und sich gern die Betreuung von Lennox teilt.“

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