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Kinder
Achtung giftig!

herkulesstaude

Die so harmlos wirkende Herkulesstaude wächst oftmals an Feldrändern. Hier gilt: Auf keinen Fall berühren!

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Kinder müssen von giftigen Substanzen ferngehalten und über diese gut aufgeklärt werden. 

Weitere Informationen gibt die Broschüre PDF-Datei  Achtung giftig! Vergiftungsunfälle bei Kindern, Hrsg. Aktion "Das sichere Haus"

Sie sind hier: Prävention Aktuelles Meldungen 2015

Achtung Gift! Verhindern Sie Unfälle bei Kindern!

Vergiftungen und Verätzungen bilden bei Kindern vom ersten bis zum vierten Lebensjahr nach Stürzen das zweithöchste Unfallrisiko. Die SVLFG nutzt den "Tag des Vergiftungsschutzes für Kinder im Haushalt" am 20. März, um Hinweise zu geben, wie solche Unfälle vermieden werden können.

Haushaltschemikalien unter der Spüle – kein guter Platz!

Täglich kommt es laut Statistischem Bundesamt in Deutschland zu durchschnittlich mehr als 50 Vergiftungen bei Kindern – aus Unwissenheit und Neugier. Irreführende Verpackungen oder verlockende Düfte sind Gründe dafür, dass Kinder Haushaltschemikalien verschlucken. Sie sind die vorrangige Vergiftungsursache, gefolgt von Medikamenten.

Gefahrstoffe in der Landwirtschaft

Im ländlichen Raum wachsen Kinder meist unmittelbar in oder neben der Landwirtschaft auf. Oft gibt es keine klare Trennung zwischen Freizeit und Landwirtschaft. Kinder können so nicht immer vom landwirtschaftlichen Arbeitsbereich ferngehalten werden. Umso wichtiger ist es deshalb, Gefahren überall da zu beseitigen, wo sich Kinder frei bewegen können. Sämtliche Gefahrstoffe, zum Beispiel Pflanzenschutzmittel, Reinigungs- oder Desinfektionsmittel, müssen stets ordnungsgemäß verschlossen und außer Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. 

Giftpflanzen in Haus und Garten

Pflanzen mit verlockend aussehenden Beeren, wie Kirschlorbeer, Liguster, Vogelbeere, Wolfsmilchgewächs, Heckenkirsche, Maiglöckchen oder Herkulesstaude, nehmen den dritten Rang in der Vergiftungshäufigkeit ein. Sie sollten nicht in Hausgärten, in denen sich Kleinkinder bewegen, gepflanzt werden. Aber auch Zimmerpflanzen oder düngemittelhaltige Pflanzenerde können Vergiftungen verursachen und sollten außer Reichweite stehen.

Achtung Gase

In Tierhaltungen, Lagerstätten oder Biogasanlagen können giftige Gase auftreten. Oft reichen geringe Konzentrationen, um eine Bewusstlosigkeit zu verursachen. Gruben oder Brunnen sind daher sicher abzudecken bzw. Kinder grundsätzlich fernzuhalten.

Was kann ich tun?

  • Verbannen Sie gefährliche Chemikalien, Säuren und Laugen möglichst ganz aus Ihrem Haushalt.
  • Bewahren Sie Putz- und Reinigungsmittel, Essig-Essenzen usw. grundsätzlich in Oberschränken auf. Die Schränke sollten zudem möglichst verschließbar sein.
  • Achten Sie auf kindersichere Verschlüsse.
  • Bewahren Sie Gefahrstoffe des landwirtschaftlichen Betriebs den Vorschriften entsprechend und unter Verschluss in Gefahrstoffschränken oder –lagern für Kinder unzugänglich auf. Das gilt auch  für gebeiztes Saatgut.
  • Heben Sie Farben, Lacke, Lösungsmittel und Ähnliches für Kinder unzugänglich auf.
  • Füllen Sie Reinigungs- und andere giftige oder ätzende Mittel niemals in Getränke- oder Essbehälter (Verwechslungsgefahr!).
  • Heben Sie Medikamente und Arzneimittel stets in einem kindersicher verschlossenen Schrank auf.
  • Verbannen Sie giftige Zimmerpflanzen aus der Wohnung.
  • Achten Sie auch im Garten auf mögliche Giftpflanzen.

Erste Hilfe rettet Leben!

Ist es zu einer Vergiftung, Verätzung oder Verbrennung gekommen, muss sofort gehandelt werden und es ist die Notrufnummer 112 anzurufen.

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