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Plantschen, Baden, Schwimmen - sicher geht das!

Kindersicherheitstag 2014

Am 10. Juni 2014 findet auf Initiative der Bundesarbeitsgemeinschaft - Mehr Sicherheit für Kinder e.V. zum 14. Mal der nationale Kindersicherheitstag statt. Schwerpunktthema des diesjährigen Aktionstages wird die Sicherheit rund um das Wasser sein, zumal Ertrinken die zweithäufigste Unfallursache ist, die zum Tod von kleinen Kindern führt.

Die SVLFG nutzt den Aktionstag, auf die Notwendigkeit zur Verhütung von Kinderunfällen aufmerksam zu machen, da in landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Betrieben und deren Umfeld häufig offene Gewässer vorzufinden sind.

Landwirtschaftliche Betriebe – auch ein Platz für Kinder

Unfälle gehören zu den größten Gesundheitsrisiken für Kinder. Dabei verunfallen in der Landwirtschaft fast doppelt so viele Kinder tödlich, wie in den übrigen Branchen. Hauptsächliche Unfallursachen sind Fahrzeuge, Maschinen und Geräte. Aus diesem Grund haben die landwirtschaftlichen Unfallversicherungsträger in Deutschland, der Schweiz und Österreich bereits 2004 die Kampagne „Kinder sicher und gesund auf dem Bauernhof“ ins Leben gerufen. Obwohl spielende Kinder nicht zum Versichertenkreis der Berufsgenossenschaften zählen, verfolgt die SVLFG das Ziel, landwirtschaftliche Betriebe für Kinder sicherer zu gestalten sowie die Verantwortlichen auf die Unfallgefahren für Kinder hinzuweisen und zu sensibilisieren.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Deshalb müssen Kinder altersentsprechend aufgeklärt werden. Sie reagieren unvorhersehbar. Ihr Sicherheitsbewusstsein muss erst geweckt und entwickelt werden. Deshalb, darüber sind sich Mitglieder und Präventionsdienste der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften der drei Länder einig, müssen Gefahren auf dem Bauernhof beseitigt werden, ohne den Kleinen die Freude am Entdecken von Landwirtschaft und Natur zu nehmen. Denn Kinder brauchen auch Freiraum für ihre persönliche Entfaltung. Gerade der ländliche Raum bietet Kindern alle Möglichkeiten hierzu. Damit den jungen Forschern und Entdeckern im „Abenteuer Bauernhof“ nichts zustößt, müssen wir Erwachsene vorausschauend mögliche Unfallquellen ausschalten oder minimieren.

Arbeitsplatz und Spielplatz - wenn sich die Wege kreuzen

Um die Aktiven von morgen langsam an die Gefahren heranzuführen, ist es aber auch wichtig, dass sich Bauernkinder rechtzeitig mit dem Leben auf dem Bauernhof vertraut machen können. Ein wichtiger Punkt ist das Trennen von Spiel- und Arbeitsplätzen, damit sich Verkehrswege nicht mit Spielflächen kreuzen, um so mögliche Unfallrisiken zu eliminieren. Alle Maßnahmen zur Vermeidung von Kinderunfällen müssen dabei auf die Altersstufe und damit auf das Lern- und Aufnahmevermögen abgestimmt sein. Eine besondere Verantwortung der Betriebsleiter besteht auf Betrieben, die Feriengäste aufnehmen, sich am „Lernort Bauernhof“ beteiligen oder Hofläden führen, auf denen also auch fremde Kinder zu „Gast“ sind. Das Risiko ist hierbei sogar noch höher einzuschätzen, da diese Kinder mit der landwirtschaftlichen Umgebung meist nicht vertraut sind und Gefahren falsch einschätzen. Auch sollte man in Betrieben mit „Publikumsverkehr“ die haftungsrechtlichen Risiken mit dem jeweiligen Versicherungsträger absprechen und gegebenenfalls im Vertrag berücksichtigen lassen.

Prävention ist ein dynamischer Prozess

Mit der Kindersicherheits - Kampagne kann zwar nicht dauerhaft ein risikofreier Raum geschaffen werden; es können aber Hilfestellungen durch Beratung und Information gegeben werden, damit Kinder und Erwachsene lernen, mit Gefahrsituationen umzugehen und diese richtig einzuschätzen. Zahlreiche Familienbetriebe haben sich seit Beginn der Kampagne gemeinsam mit dem Präventionsbereich der SVLFG bundesweit um die Sicherheit auf ihrem Hof erfolgreich bemüht und eine Auszeichnung „Kinder – Sicher und gesund auf dem Bauernhof“ erhalten. Auch wenn es sich bei der Auszeichnung um eine Momentaufnahme handelt, so trägt sie wesentlich dazu bei, das Sicherheitsbewusstsein und die Zusammenarbeit zu verbessern. Sicherheit und Gesundheitsschutz sind keine festgeschriebenen Privilegien, sie müssen ständig erhalten und aufs Neue gefordert und gelebt werden.

Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Kindern ist eine Investition für die Zukunft, denn je eher die Auseinandersetzung mit den Sicherheitsfragen erfolgt, desto nachhaltiger ist die Wirkung auf das Sicherheitsbewusstsein!

Wenn Sie Interesse haben, Ihren Betrieb anerkennen und auszeichnen zu lassen, wenden Sie sich an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Präventionsdienstes. Wir halten zudem ein ganzes Paket an altersgerechtem Informations- und Schulungsmaterial bereit.

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