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Maschine im Winterdiensteinsatz
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Worauf es beim Winterdienst ankommt

Die sichere Begeh- und Befahrbarkeit von Straßen, Wegen und Plätzen sowohl im öffentlichen Bereich als auch in Privatbetrieben kann während der Winterzeit durch Schnee und Eisglätte erheblich eingeschränkt sein. Jährlich kommt es in den Wintermonaten zu einer deutlichen Zunahme der Verkehrs- und Wegeunfälle. Winterdienst liegt im Interesse der Verkehrssicherheit und Unfallverhütung.

Besondere Anforderungen an das Personal bei Winterdienstarbeiten entstehen durch:

  • extreme Witterungsverhältnisse
  • Nachtarbeit und Übermüdung
  • Zeitdruck
  • körperliche Beanspruchung
  • Arbeiten im öffentlichen Verkehrsbereich
  • Einsatz von Maschinen

Der Unternehmer bzw. Vorgesetzte muss die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für einen sicheren Winterdienst schaffen durch:

  • die Ermittlung von Gefährdungen und die Festlegung geeigneter Maßnahmen
  • Auswahl befähigter Mitarbeiter
  • Auswahl geeigneter Maschinen und Geräte
  • Auswahl und Bereitstellung geeigneter (Wetter-)Schutzkleidung
  • Unterweisungen und Kontrollen durchführen

Die Mitarbeiter müssen durch ihr Verhalten den sicheren Ablauf des Winterdienstes gewährleisten.

Tipps für den Winterdienst von Hand

Wird der Winterdienst von Hand im öffentlichen Verkehrsbereich durchgeführt, ist es wichtig, dass die Beschäftigten von anderen Verkehrsteilnehmern gut zu erkennen sind. Das Tragen von Warnwesten ist unerlässlich.

Bei extremer Eisglätte bietet das Tragen von Eiskrallen unter dem Schuhwerk besseren Halt.

Bodenunebenheiten, Vertiefungen und Bordsteinkanten sind durch Schneemassen oft nicht oder nur schwer erkennbar.

Beim Einsatz von Schneeschiebern ermöglicht ein ausreichend langer Stiel eine ergonomisch günstige Körperhaltung.

Beim Ausbringen des Streugutes von Hand werden geeignete Schutzhandschuhe getragen und Streuschaufeln verwendet. Handgeführte Streuwagen reduzieren den Hautkontakt und entlasten die Wirbelsäule.

Tipps für den Winterdienst mit Maschineneinsatz

Zur Arbeitserleichterung und für große Flächen und größere Schneemassen sollten Maschinen und Fahrzeuge mit Anbaugeräten zum Einsatz kommen. Die Fahrzeuge werden im Winter nach Bedarf für diesen Einsatzzweck mit Räumschild, Kehrbesen oder Streuautomat umgerüstet.

Dabei sind das zulässige Gesamtgewicht, die Achslasten und die maximal zulässigen Abmessungen zu beachten. Die Fahreigenschaften können sich durch Anbauten erheblich verändern.

Der erforderliche Sicherheitsabstand zu Personen ist unbedingt einzuhalten sowie der Gefahrenbereich freizuhalten. Vor Arbeitsbeginn ist zu überprüfen, ob alle Sicherheits- und Schutzeinrichtungen vorhanden und funktionsfähig sind.

Der überwiegende Teil der Unfälle ereignet sich beim Auf- und Absteigen. Daher ist auf rutschsichere, schnee- und eisfreie Aufstiege zur Fahrerkabine, Ladefläche oder Kontrollplattform am Streuautomat zu achten. Haltegriffe ermöglichen einen Dreipunktkontakt (Hand- und Fußkontakt) während des Auf- und Abstiegs.

Die Aufbauten auf den Fahrzeugen stellen für den Fahrer eine Sichtbehinderung vor allem nach hinten dar. Bei Bedarf ist die Einweisung durch eine zweite Person notwendig. Der Einweiser muss sich dabei stets im Blickfeld des Fahrers und außerhalb des Gefahrenbereiches vor oder neben dem Fahrzeug aufhalten.

Die Broschüre Winterdienst der SVLFG informiert darüber, worauf es beim Winterdienst ankommt.

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