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Hilfsprogramm „Landwirte in Not“ -
SVLFG vor der Presse im Kieler Ministerium

Zusammen mit Vertretern des Landwirtschaftsministeriums Schleswig-Holstein, des Landesbauernverbandes, der Landwirtschaftskammer, der Nordkirche und der Landfrauen standen Matthias Hansen und Jürgen Rosummek von der SVLFG den Pressevertretern zum Hilfsprogramm „Landwirte in Not“ in Kiel Rede und Antwort.

Seit 2015 setzt sich das Bündnis verstärkt für Landwirte in Notlagen ein und arbeitet an einer Verbesserung der psychosozialen Betreuung von Landwirten.

Beim Treffen im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein wurde eine positive Resonanz gezogen und in die Zukunft geblickt.

Knochenjob Landwirtschaft oftmals Auslöser für Depression

„Landwirt zu sein, das ist ein Knochenjob. Die Anforderungen sind deutlich gestiegen und oft hängt, noch mehr als in anderen Berufsfeldern, die Familie ganz unmittelbar am Betrieb, der Wohn- und Arbeitsort zugleich ist. Auf viehhaltenden Betriebe kommt die tägliche Verantwortung für die Tiere dazu. Wir wollen Landwirten in schweren Lebensphasen Unterstützung anbieten“, erklärte die Staatssekretärin für Landwirtschaft Anke Erdmann zum Programm „Landwirte in Not“.

Anstoß des Projektes war unter anderem die Erkenntnis von Prof. Dr. Edgar Schallenberger, dem Vertrauensmann für Tierschutz des Landes, dass Probleme in Tierhaltungen nicht zuletzt dann entstehen, wenn Tierhalter selbst in Notlagen geraten.

Flyer mit wichtigen Informationen über das Netzwerk

Informationen sind im Internet und in einem Flyer zu finden. Hier werden die Unterstützungsangebote zusammengefasst. Dort finden alle Betroffenen Ansprechpartner, die – auch anonym – weiterhelfen oder weitergehende Beratungen vermitteln. Dies reicht vom Sorgentelefon der Nordkirche über die sozioökonomische Beratung der Landwirtschaftskammer bis hin zu den Gesundheitsangeboten der SVLFG zum Umgang mit Stress und stressbedingten Belastungssituationen.

SVLFG hält breites Hilfsangebot für Landwirte in Not vor

Das Angebot der SVLFG zur Prävention von Burn-out und Depressionen umfasst viele flexibel nutzbare Maßnahmen, die den Versicherten im Rahmen der neuen Präventionskampagne „Mit uns im Gleichgewicht“ angeboten werden können. Für dieses Programm diente Schleswig-Holstein als Modellregion. Unter anderem gibt es Stressmanagement-Seminare, ein Online-Selbsthilfetool zur Burn-out-Prävention, ein intensives Einzelcoaching unter psychologischer Begleitung oder eine Krisenhotline, die 24 Stunden – an sieben Tagen in der Woche – kostenlos und anonym unter der Telefonnummer 0561 785-10101 von Versicherten genutzt werden kann. Die Folgen von unbehandelten psychischen Belastungen sind hart: Psychische Störungen bedingen bei der SVLFG einen hohen Anteil an den Frühverrentungen, krankheitsbedingten Fehlzeiten sowie Reha-/Betriebs- und Haushaltshilfeleistungen. Die Gründe dagegen liegen vielfach begründet in einer empfundenen mangelnden Wertschätzung, einer nicht kostendeckenden Produktion und schlechten Arbeitsplatzbedingungen. Die Zahlen von Personen, die aufgrund psychischer Erkrankungen in Rente gegangen sind, stiegen bundesweit von 16,72 % im Jahr 2013 auf 20,89 % im Jahr 2017. Schleswig-Holstein spiegelt dabei den Bundestrend wider.

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v. l.: Dr. Jan Menkhaus (Nordkirche), Hans Friedrichsen (Bauernverband), Ulrike Röhr (LandFrauenverband), Prof. Dr. Edgar Schallenberger (Tierschutzbeauftragter), Anke Erdmann (Staatssekretärin MELUND), Klaus Dahmke (Bauernverband), Anneli Wehling (Bund Deutscher Milchviehhalter), Bernd Irps (Landwirtschaftskammer), Matthias Hansen (SVLFG), Jürgen Rosummek (SVLFG)

 

 

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