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Masern-Impfschutz prüfen!

Insgesamt 929 Masernerkrankungen wurden dem Robert Koch-Institut für 2017 gemeldet, fast dreimal mehr als in 2016. Die SVLFG rät angesichts dieses Trends unbedingt zur Überprüfung des Impfschutzes bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Denn: „Eine Infektion mit Masernviren ist keineswegs harmlos. Etwa ein Viertel der gemeldeten Fälle muss im Krankenhaus behandelt werden. Wir sehen im Durchschnitt drei bis sieben Todesfälle im Jahr aufgrund von Masern oder der Masernfolgeerkrankung SSPE“, betont Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts.

Wann sollte geimpft werden?

Die Impfung gegen Masern sollte im Alter von 15 und 24 Monaten erfolgen. In diesem Zeitraum sollte ein Kind die erste bzw. zweite Impfung erhalten haben.

Wer geimpft ist, schützt auch die Gemeinschaft

24 Monate alte Kinder des Geburtsjahrgangs 2014 waren nur zu 73,9 Prozent zweimal geimpft, nur geringfügig mehr als der Jahrgang 2013. Häufig, aber noch nicht oft genug, werden Impfungen bis zum Schulanfang nachgeholt.

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), erläutert: „Trotz bestehender Impflücken in der Bevölkerung hat sich die Einstellung zum Impfen erkennbar gebessert. …Wir sind grundsätzlich auf einem guten Weg, allerdings ist eine konsequente und zielgerichtete Impfaufklärung weiterhin notwendig. Denn wer geimpft ist, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch die Gemeinschaft.“

Wichtig zu wissen

Im Rahmen aller Gesundheits-Routineuntersuchungen bei Kindern und Erwachsenen ist eine Überprüfung des Impfstatus vorgesehen. Auch Betriebsärzte können Impfungen vornehmen.

Kindergarten und Schulbesuch

Ungeimpfte Kinder und Jugendliche können vorübergehend vom Besuch einer Kita oder Schule ausgeschlossen werden, um einen Krankheitsausbruch zu verhindern. Eltern müssen vor dem Kita-Eintritt ihres Kindes eine verpflichtende ärztliche Impfberatung nachweisen. Kitas müssen Familien, die die Impfberatung verweigern, dem Gesundheitsamt melden. Diese können in hartnäckigen Fällen auch Bußgelder verhängen.

Umfassende Informationen zur Impfung

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet umfassende Informationen rund um den Masern-Impfschutz an. Anlässlich der Europäischen Impfwoche stellte sie ein neues Erklärvideo mit Tipps zum stress- und schmerzarmen Impfen auf der Internetseite www.impfen-info.de/mediathek/filme zum Download zur Verfügung. Das Video basiert auf den aktuellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Ständigen Impfkommission (STIKO).

Quelle:Bundesministerium für Gesundheit, Robert-Koch-Institut, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

 

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