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Bianca Hoffmann, Mitglied der Vertreter-Versammlung der SVLFG:

"Vor allem Hofübernehmer können einen hohen Beitragszuschuss erhalten. Und Unternehmer, die bislang keinen Anspruch auf Zuschuss hatten, können in diesem Jahr durch gesunkene Werte in der maßgeblichen Arbeitsenkommens-Verordnung profitieren. Stellen Sie einen Antrag bei der LAK."

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Beitrag zur Alterskasse – Zuschussantrag nicht vergessen!

Mitglieder der Alterskasse können auf Antrag einen Zuschuss zu ihrem Beitrag erhalten. Der Höchst-Zuschuss beträgt in diesem Jahr monatlich 148 Euro (West) und 131 Euro (Ost).

Ein Beitragszuschuss wird nur auf Antrag gewährt. Er kann formlos, zum Beispiel per E-Mail oder telefonisch, gestellt werden.

Die Alterskasse (LAK) bewilligt den Zuschuss im Regelfall ab Beginn des Kalendermonats, in dem die letzte Anspruchsvoraussetzung erfüllt ist, zum Beispiel mit Beginn der Versicherungspflicht.

Dazu muss der Antrag rechtzeitig gestellt werden, das heißt innerhalb von drei Kalendermonaten nach diesem Zeitpunkt. Anderenfalls kann der Zuschuss erst ab dem Antragsmonat gezahlt werden. Falls die Versicherungspflicht zur LAK rückwirkend festgestellt wird, beginnt die Frist im Normalfall mit Ablauf des Monats, in dem die LAK ihren Aufnahmebescheid bekannt gibt.

Voraussetzungen für den Zuschuss

Ein Zuschussanspruch ist abhängig von der Höhe des vom Landwirt und von seinem Ehepartner erzielten landwirtschaftlichen und außerlandwirtschaftlichen Einkommens (zum Beispiel aus  Gewerbebetrieb, aus einem Arbeitsverhältnis) und Erwerbsersatzeinkommens (zum Beispiel Arbeitslosengeld, Krankengeld, Elterngeld, Renten aus der gesetzlichen Renten aus der gesetzlichen Renten- oder Unfallversicherung).

Die Einkommensgrenze liegt für Alleinstehende bei 15.500 Euro und für Verheiratete bei 31.000 Euro jährlich.Wird der Gewinn nach Buchführungsgrundsätzen ermittelt (§ 4 Abs. 1 ode Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes, EStG), entnimmt die Alterskasse das anzurechnende landwirtschaftliche und außerlandwirtschaftliche Einkommen grundstäzlich dem maßgeblichen Einkommenssteuerbescheid. Erzieltes Erwerbsersatzeinkommen ist ebenfalls zu berücksichtigen.

Wird der Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft nach Durchschnittssätzen festgesetzt (§ 13a EStG), berücksichtigt die LAK zwar das im Steuerbescheid festgesetzte außerlandwirtschaftliche Einkommen, das landwirtschaftliche Arbeitseinkommen muss jedoch aus dem Wirtschaftswert des landwirtschaftlichen Unternehmens und den Beziehungswerten nach der Arbeitseinkommensverordnung Landwirtschaft (AELV) berechnet werden. Auch hier ist ein Erwerbsersatzeinkommen zu berücksichtigen.

Liegt kein Einkommensteuerbescheid vor, zum Beispiel bei Landwirten, die nicht zur Einkommensteuer veranlagt sind, berücksichtigt die Alterskasse das im vorvergangenen Kalenderjahr erzielte Einkommen.

Auch in diesen Fällen ist das Arbeitseinkommen aus Land- und Forstwirtschaft aus dem Wirtschaftswert und den Beziehungswerten nach der AELV zu bestimmen.

Wird aktuell kein Zuschuss gewährt und liegt das Einkommen laut Steuerbescheid unter den genannten Grenzen, empfiehlt die LAK, einen Antrag auf Beitragszuschuss zu stellen.

„Junglandwirte-Regelung“

Diese Regelung kommt Landwirten zugute, die erstmals zur Beitragszahlung herangezogen werden. Da sie laut letztem Steuerbescheid oder im vorvergangenen Jahr kein landwirtschaftliches Einkommen erzielt haben, muss in diesen Fällen anfänglich kein landwirtschaftliches Einkommen angerechnet werden.

Wurde auch kein oder nur ein geringes anderweitiges Einkommen, zum Beispiel als Arbeitnehmer, erzielt, kommt unter Umständen sogar ein sehr hoher Beitragszuschuss in Betracht. Dies ändert sich erst, wenn im Steuerbescheid ein landwirtschaftliches Einkommen festgestellt wird oder die Betriebsübernahme durch Zeitablauf im „vorvergangenen Jahr“ liegt.

Insbesondere bei Beginn der Beitragspflicht wird daher ein Beitragszuschussantrag empfohlen. Am besten wird der Antrag sofort bei Betriebsübernahme gestellt, um die Fristen zu wahren.

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