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Kranke Eschen unverantwortbares Risiko
SVLFG empfiehlt Fällung mit Harvester

Neben dem Borkenkäfer gibt es seit einigen Jahren eine neue Gefahr für den europäischen Wald; das Eschentriebsterben. Eine Fällung ist in der Regel – insbesondere in städtischen Grünanlagen oder in privaten Gärten – aus Sicherheitsgründen unvermeidbar. Die SVLFG empfiehlt den Einsatz von schweren Maschinen.

Eschentriebsterben durch Pilzbefall verursacht

Verursacht wird das Eschentriebsterben durch einen Pilz (Hymenoscyphus fraxineus), der ursprünglich aus Japan kommt. Symptome sind sichtbarer Pilzbefall, eine orangebraune Rindverfärbung, verfärbte und abgestorbene Blätter sowie abgestorbene Triebe.

Ist ein Baum durch das Eschentriebsterben schon angeschlagen, ist er auch für andere Krankheiten eher anfällig. So sind die geschädigten Bäume häufig zudem von Hallimasch (einer Pilzart) und dem Eschenbastkäfer befallen.

Der Einsatz eines Harvesters ist sicherer

Erkrankte Bäume sollten auf keinen Fall mit der Motorsäge gefällt werden. Zu groß ist für den einzelnen Waldbauern die Gefahr, von plötzlich herausbrechenden Teilen aus der Baumkrone getroffen zu werden. Vor dem Fällen muss der Baum gekeilt werden, das verursacht Schwingungen, die sich bis in die Baumkronen ausdehnen. Dort befindet sich bei den beschädigten Bäumen viel totes Holz.

Zudem besteht bei flächigem Auftreten des Eschentriebsterbens auch die Gefahr, dass beim Fällen der Bäume mit der Motorsäge durch das Touchieren weiterer Bäume Äste wegbrechen oder ganze Bäume „mitgefällt“ werden – was die Lage für den Waldbesitzer unberechenbar und gefährlich macht. Dass die Bäume möglicherweise „mitgefällt“ werden, lässt sich dadurch erklären, dass ihr Wurzelwerk nur noch unzureichend oder gar nicht mehr vorhanden ist. |

Schnelle Rodung erkrankter Bäume wirtschaftlich günstig

Der Einsatz eines Harvesters ermöglicht nicht nur eine sichere, sondern auch eine schnelle Rodung selbst größerer Waldflächen. Dies ist auch unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Faktoren empfehlenswert. Denn es wird immer schwerer, Eschenholz zu verkaufen. Aufgrund der Erkrankung wird das Holz in der Regel als minderwertig eingestuft. Dies wird dann nur noch zu Spanplatten verarbeitet oder rein als Brennholz verwendet. Nur eine geringe Menge des Holzes kann in den Möbelbau gehen, beinahe ausschließlich nach Asien.

Harvester ermöglicht effektives Arbeiten

Auch der Mengenfaktor und seine Leistungsfähigkeit sprechen für den Einsatz des Harvesters, der 100 Kubikmeter Holz pro Tag fällen kann.

Sicherheit der Fußgänger gewährleisten

Ein wesentlicher Aspekt ist die Verkehrssicherung. An offiziellen Rad- und Wanderwegen haftet der Waldbesitzer für etwaige Personenschäden durch umstürzende Bäume oder herunterfallende Äste, insofern der Krankheitsbefall sichtbar ist. Deswegen ist es wichtig, den Baumbestand regelmäßig zu überprüfen.

Fällungen bei Frost ideal

Fällungen bei tiefgefrorenem Boden sind ideal. So können Umweltschäden minimiert werden.

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