SVLFG - Ihr Partner in Sachen Arbeitssicherheit
Sie sind hier: Aktuell SVLFG - News Meldungen 2017

Käferholz sicher aufarbeiten

Die zügige Aufarbeitung von vom Borkenkäfer befallenen Bäumen hat zurzeit höchste Priorität, um der Ausbreitung des Borkenkäfers wirkungsvoll zu begegnen.

In der Regel stehen in einem Baumbestand mehrere befallene Bäume dicht beieinander. Der Forstprofi spricht dann von „Käfer-Nestern“, die umgehend entfernt werden müssen.

Arbeitssicherheit bei der Waldarbeit beachten!

Bei aller Dringlichkeit dieser Arbeit muss die Sicherheit der Menschen bei der Waldarbeit gerade hier ganz obenan stehen. Der Blick in die Unfallstatistik der Jahre mit hohem Käferholzeinschlag gibt Anlass zur Besorgnis. Zum Beispiel stieg im Jahr 2007 die Zahl der Toten und Verletzten bei der Waldarbeit sprunghaft an.

Bei Maschineneinsatz geringeres Unfallrisiko

Grundsätzlich sollte bei der Aufarbeitung von Käferholz - genau wie beim Windwurf - dem Maschineneinsatz der Vorrang gewährt werden, da hierbei das Unfallrisiko am geringsten ist. Ist dies nicht möglich, sollten ausschließlich Profis „Käfernester“ mit der Motorsäge beseitigen.

Kaefer_web

Wird befallenes Holz aufgearbeitet, sollen vorrangig Maschinen – beispielsweise ein Harvester – eingesetzt werden.  

Gute Schulung Voraussetzung für Arbeit mit Motorsäge

Nur wer gut geschult ist, sich gesundheitlich fit fühlt, genügend Zeit hat und über eine passende Persönliche Schutzausrüstung verfügt, sollte wirklich selbst zur Motorsäge greifen. Alle anderen legen die Pflege ihrer Wälder besser in die Hände der Forstprofis.

Jeder, der im Wald arbeitet, muss

  • einen geeigneten Waldarbeiterhelm mit Kapselgehörschutz und Visier,
  • eine Schnittschutzhose,
  • geeignetes Sicherheitsschuhwerk mit Schnittschutzeinlage sowie
  • Handschuhe und
  • eine Arbeitsjacke mit großflächiger Signalfarbe tragen.

Nicht mit der Motorsäge alleine arbeiten! Lässt sich das ausnahmsweise nicht bewerkstelligen, immer Information weitergeben, wo gearbeitet wird und wann die Rückkehr geplant ist, sowie stets ein funktionstüchtiges Notruf-Handy bei sich führen!

Neben der Persönlichen Schutzausrüstung kommt es darauf an, zu wissen, wie Bäume mit Schädlingsbefall fachgerecht gefällt werden, wie man sich in Gefahrensituationen richtig verhält und wie Unfälle durch umsichtiges Arbeiten vermieden werden können.

Bevor man sich an die Waldarbeit macht, sollte man je nach individuellem Ausbildungsstand unbedingt Motorsägenführerlehrgänge und gegebenenfalls einen Seilwindenkurs besucht haben. Auskunft geben unter anderem die zuständigen Ämter für Landwirtschaft und Forsten. Diese kennen auch Forstprofis vor Ort, die Fällarbeiten übernehmen.

Für persönliche Beratungsgespräche stehen die Präventionsmitarbeiter der SVLFG zur Verfügung.

          

[Druckversion] [Startseite]
© 2017 Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)