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Ein neues Leben dank Transplantation

Dank einer Spender-Leber ist Landwirt Walter Maier noch am Leben.

Wenn die Diagnose „Leberzirrhose“ im Raum steht, bleibt die Zeit für einen Moment stehen. Fragen nach dem Sinn stellen sich vor allem dann, wenn, wie bei Walter Maier, ein gesundheitlicher Rückschlag auf den nächsten folgt.

So fing es an

„1997 bin ich bei Reparaturarbeiten vom Schlepper gefallen, ich habe keine Luft mehr bekommen, die Praktikanten haben mich ins Haus gebracht. Danach hat sich meine Gesundheit immer weiter verschlechtert“, erzählt Walter Maier. Immense Wassereinlagerungen machten dem Landwirt das Leben schwer. 1999 wurde eine Erkrankung der Leber festgestellt, 2001 ging es mir bereits so schlecht, dass ich auf die Palliativstation kam, um dort zu sterben. Ich hatte so viel Gewebewasser eingelagert, dass die Ärzte vor einer Operation zurückschreckten.“

Ob es sein tiefer Glaube war, der Walter Maier trotzdem am Leben hielt? Er sagt heute: „Ich hatte Gott eine Kapelle versprochen, wenn ich das überlebe. Es hat funktioniert.“ Sehr geholfen haben Maier in jedem Fall die unerschütterliche Unterstützung seiner Familie und das große Engagement einzelner behandelnder Ärzte. Auch eine Krebserkrankung konnte in die Schranken verwiesen werden. „Meine Überlebenschancen standen bei unter fünf Prozent. Trotzdem habe ich es geschafft.“

Der lange Weg zur neuen Leber

Im Jahr 2002 kam Walter Maier auf die Warteliste für ein neues gesundes Organ. 20 Kliniken hatten diese Risiko-Operation bis dahin abgelehnt. Zu unwahrscheinlich schien es, dass sie gelingen kann. 2009 war es endlich soweit. Die Zeit bis zur Operation war quälend. „Ich bin Diabetiker, wurde immer schwächer. 153mal bin ich ins Koma gefallen“, so der Landwirt, "das letzte Mal kurz vor der Transplantation. Schließlich wurde ich mit dem Hubschrauber in die Klinik nach Regensburg gebracht. Drei Monate lag ich dort im Koma. Während dieser Zeit wurde auch die Leber transplantiert. Sie hat sofort zu arbeiten begonnen und das Gewebewasser ging innerhalb kürzester Zeit zurück."

Groß war die Freude, als Maier aus dem Koma endlich erwachte. „Ich hatte in einer Patientenverfügung hinterlegt, dass die lebenserhaltenden Maschinen nicht abgeschaltet werden dürfen. Das hat mir wahrscheinlich mein Leben gerettet. Als ich aufgewacht bin, war ich so schwach, ich konnte nicht einmal die Augen öffnen.“

kapelle

Geschenkte Jahre hat Walter Maier durch die Transplantation einer neuen Leber bekommen. Dessen ist sich der Biobauer aus Mittelfranken vollkommen bewusst. Aus Dankbarkeit hat er eine Kapelle auf seinem Betriebsgelände gebaut.

Geschenkte Lebenszeit, aber der Kampf geht weiter

Zwei Wochen später konnte Maier wieder sprechen, bald darauf durfte er nach Hause – alle Anstrengungen hatten sich gelohnt. Eineinhalb Jahre war Walter Maier im Krankenhaus. Bis heute muss er viele Medikamente einnehmen und zur Dialyse. Auch in der neuen Leber wurde inzwischen wieder Krebs diagnostiziert, der weitere Operationen notwendig machte. Trotz allem sind Walter Maier und seine Frau Christa froh, dass er den Schritt zur Transplantation gegangen ist. „Wir haben vorher mit einer Betroffenen gesprochen, deren Transplantation sehr erfolgreich war. Sie hat uns viel Mut gemacht.“

Diese Erfahrung lässt Walter Maier selbst frei über seine Krankengeschichte sprechen. „Ich will auch anderen Mut machen. Deshalb bin ich in einer Selbsthilfegruppe. Die Treffen mit anderen Betroffenen helfen.“ Walter Maier ist froh, dass er sich zur Transplantation entschlossen hat. „Meine neue Leber hat mir bis heute acht Jahre geschenkt. Ich konnte meine Kinder erwachsen werden sehen, die Betriebsübergabe ist geregelt. Und ich bin der Krankenkasse und den behandelnden Ärzten sehr dankbar. Vor allem bin ich froh, dass es diesen einen Menschen gab, der mir seine Leber gespendet hat.“

 

 

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