SVLFG - Sicherheit auch bei der Jagd
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Hessische Jäger diskutieren Pflichtversicherung

Jäger fordern Erweiterung des Versichertenkreises

Die mittelhessische Jägerschaft diskutiert die Pflichtmitgliedschaft in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Es besteht Einvernehmen darüber, den Kreis der versicherten Personen über eine Gesetzesänderung zu erweitern, insbesondere um Begehungsscheininhaber und Schweißhundeführer.

Dies ist das Ergebnis einer Informationsveranstaltung der SVLFG am 11. Februar in Lich. Als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für Jagdpächter und Eigenjagdbesitzer informierte sie zu den Themen Mitgliedschaft, Beiträge und Leistungsansprüche in der LBG sowie über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Jagd. Dr. Volker Wolfram, Vorstandsmitglied der SVLFG, konnte über 200 interessierte Zuhörer begrüßen. Der Landesjagdverband Hessen wurde durch den Vizepräsidenten Dr. Nikolaus Bretschneider-Herrmann vertreten.

SVLFG begrüßt Gesetzesinitiative

„Der angesprochenen Gesetzesinitiative steht die SVLFG aufgeschlossen gegenüber, wenn die Jägerschaft dies fordert“, so Hartmut Fanck, Leiter des Beitragsbereiches der SVLFG. Fanck erklärte in seinem Vortrag, dass die Jagden eine eigene Risikogruppe bei der LBG bilden. Das heißt, sie finanzieren mit ihren Beiträgen grundsätzlich nur die Leistungsaufwendungen, die in Jagdunternehmen entstanden sind. „Die von einigen Jägern angestrebte Abwanderung in eine private Versicherung könne vielleicht teilweise die billigere, aber keinesfalls die bessere Lösung sein“, so Fanck. Und dabei sei noch nicht einmal berücksichtigt, dass eine theoretische Herauslösung von „Hobbyjagden“ den Beitrag für „Arbeitgeberjagden“ unweigerlich in die Höhe treiben würde.

Dirk Ender, Leiter des Leistungsbereiches der SVLFG, stellte in seinem Vortrag die Personen dar, die bei der Jagd und den damit zusammenhängenden Tätigkeiten versichert sind, und grenzte die Fälle ab, für die kein Versicherungsschutz besteht. Hieraus wurde deutlich, dass der Unfallversicherungsschutz von den jeweils individuellen Verhältnissen abhängt und nur in den wenigsten Fällen pauschal festgestellt werden kann. Anschließend wurden die Leistungen der LBG anhand von realen Jagdunfällen erläutert.

Unfallschwerpunkte bei der Jagd vorgestellt

Heinrich Jungheim, Präventionsmitarbeiter der SVLFG, zeigte Unfallgefahren und Unfallursachen auf. Unfallschwerpunkt bei der Jagd bleiben Sturzunfälle beim Bau von Ansitzeinrichtungen. Daneben ereignen sich aber auch immer wieder schwere Unfälle beim Umgang mit Schusswaffen.

Der Arbeits-und Umweltmediziner Martin Adelmann referierte über die Gesundheitsgefahren bei der Jagd, insbesondere durch Infektionskrankheiten wie Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die weniger bekannte Hantavirus-Infektion.

 

 

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