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FAQ zur Rehabilitation

Seit November 2016 hat die SVLFG zur Verbesserung der Versichertenbetreuung ein Kompetenzzentrum für Rehabilitation eingerichtet. Das bedeutet, dass die Bearbeitung von Vorsorge-/Rehabilitations- maßnahmen der Landwirtschaftlichen Krankenkasse (LKK) und der Landwirtschaftlichen Alterskasse (LAK) nicht mehr an allen Standorten der SVLFG erledigt wird, sondern konzentriert in Hannover, Münster, München, Mühldorf und Landshut. Zu den Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen erreichen die SVLFG viele Anfragen. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen:

Was ändert sich durch das neue Kompetenzzentrum?

An der Bearbeitung ändert sich nichts. Bei telefonischem Kontakt wird möglicherweise der ein oder andere Versicherte über den Dialekt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verwundert sein. Er ist aber trotzdem an der richtigen Stelle, von der er seine Fragen beantwortet sowie seine Unterlagen (zum Beispiel Antrag) zugeschickt bekommt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kompetenzzentrums sind in der Lage, durch ihre Fachkenntnisse und die ihnen zur Verfügung stehenden Arbeitsmittel die besonderen Bedürfnisse der Versicherten zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere auch bei der Auswahl einer passenden Vorsorge- oder
Rehabilitationseinrichtung, vorzugsweise in Wohnortnähe.

Darf ich mir selbst eine Klinik aussuchen, in die ich gerne gehen möchte?

Jeder Versicherte hat ein Wunsch- und Wahlrecht. Die SVLFG versucht, diese Wünsche zu erfüllen, ist aber an das vorrangig geltende Wirtschaftlichkeitsgebot gebunden. Ein berechtigter Wunsch setzt somit voraus, dass es sich um eine Vertragseinrichtung handelt, die zur Erreichung des Vorsorge- beziehungsweise Rehabilitationsziels medizinisch geeignet ist und alle geltenden Qualitätsstandards erfüllt. Darüber hinaus darf die Belegung der Wunscheinrichtung die Leistung nicht wesentlich verteuern. Wenn ein Wunsch die Leistung wesentlich verteuert - hierbei sind neben den Behandlungskosten auch die Reisekosten zu berücksichtigen -, ist die Belegung der Wunscheinrichtung nur möglich, wenn sich der Versicherte zur Übernahme der entstehenden Mehrkosten bereit erklärt. In diesen Fällen teilt die SVLFG vor der abschließenden Entscheidung die voraussichtliche Höhe der Mehrkosten mit und fordert eine schriftliche Versichertenerklärung an, dass diese Kosten selbst getragen werden.

Wie komme ich zu einem Antrag, wenn ich im Krankenhaus liege und operiert wurde?

Für die Antragstellung nach einer Operation im Krankenhaus ist in der Regel der Sozialdienst zuständig. Dieser füllt die Antragsunterlagen für eine Anschlussheilbehandlung/Anschlussrehabilitation (AHB/AR) aus und kümmert sich auch darum, einen zeitnahen Termin in einer geeigneten Rehabilitationseinrichtung zu bekommen. Der Antrag wird an die SVLFG weitergeleitet. Nach erfolgreicher Prüfung durch die SVLFG erhalten Versicherter und Reha-Einrichtung einen Bewilligungsbescheid per Post zugesandt.

Muss ich für den Reha-Aufenthalt eine Zuzahlung leisten?

Wenn die Reha über die LAK erfolgt, gelten folgende Zuzahlungsregelungen:

  • Bei stationärer Reha 10 Euro je Kalendertag für maximal 42 Tage im Jahr (es werden aber zum Beispiel Zuzahltage, die bereits für einen stationären Krankenhausaufenthalt oder stationäre Reha oder AHB geleistet wurden, angerechnet)
  • Bei AHB 10 Euro je Kalendertag für maximal aber nur 14 Tage pro Jahr (anrechenbar sind Zuzahltage, die bereits für stationären Krankenhausaufenthalt, stationäre Reha oder AHB geleistet wurden)
  • Bei ambulanter Reha und ambulanter AHB besteht keine Zuzahlungspflicht.
  • Auf Antrag entfällt die Eigenbeteiligung, wenn sie den Versicherten unzumutbar belasten würde. Dies ist von den Einkommensverhältnissen abhängig. Die LAK prüft auf Antrag, ob eine Befreiung von der Zuzahlung in Betracht kommt.

Wenn die Reha über die LKK erfolgt, gelten folgende Zuzahlungsregelungen:

  • Sowohl bei ambulanten als auch bei stationären Rehabilitationsleistungen entrichten Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, eine Zuzahlung in Höhe von 10 Euro je Tag direkt an die Rehabilitationseinrichtung
  • Wird eine Rehabilitationsleistung im unmittelbaren Anschluss an eine Krankenhausbehandlung – sogenannte Anschlussrehabilitation – notwendig, ist die Zuzahlung auf 28 Tage im Kalenderjahr begrenzt
  • Keine Zuzahlungspflicht besteht zudem, wenn der Versicherte von der Zuzahlungspflicht befreit ist. Eine Befreiung von der Zuzahlungspflicht kann auf Antrag aufgrund von Einkommensgrenzen/Belastungsgrenzen oder einer chronischen Erkrankung ausgesprochen werden

Wie komme ich zur Reha-Einrichtung, wenn ich selbst nicht Auto fahren kann?

Viele Rehabilitationseinrichtungen bieten Fahrdienste an, die die Versicherten vom Krankenhaus oder Wohnort abholen. Falls kein Fahrdienst vorhanden ist, benötigen Sie einen Krankentransportschein vom Arzt und können die Fahrt selbstständig mit einem Fahrdienst organisieren. Für die Abrechnung und Erstattung der Fahrkosten ist entweder die SVLFG oder die Rehabilitationseinrichtung zuständig (maßgebend sind die Verträge mit den Einrichtungen). Bitte fragen Sie vorab telefonisch bei der SVLFG nach, wer zuständiger Kostenträger für die Fahrkosten ist.

Kann mein Mann/meine Frau als Begleitperson mitgehen? Falls ja, welche Kosten kommen auf mich zu?

Eine Kostenübernahme für Begleitpersonen muss vom Arzt extra beantragt werden. Der Antrag muss einem Gutachter vorgelegt werden, der entscheidet, ob tatsächlich die Mitaufnahme einer Begleitperson aus medizinischen Gründen erforderlich ist. Dies wird nur in schwerwiegenden Fällen befürwortet, wenn der Versicherte zum Beispiel blind oder taub ist.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass der Ehegatte selbst zum Beispiel eine ambulante Vorsorgeleistung an einem anerkannten Kurort („Badekur“) oder stationäre Rehabilitation beantragt oder als Selbstzahler mit in die Rehabilitationseinrichtung geht. Die Kosten für Selbstzahler können Sie bei der jeweiligen Reha-Einrichtung erfragen.

Wie oft habe ich Anspruch auf eine Vorsorge-/Rehamaßnahme?

Ambulante Vorsorgeleistungen am Kurort können in der Regel nicht vor Ablauf von drei Jahren, stationäre Vorsorgeleistungen sowie ambulante und stationäre Rehabilitationsleistungen in der Regel nicht vor Ablauf von vier Jahren nach Durchführung solcher oder ähnlicher Leistungen erbracht werden, deren Kosten aufgrund öffentlich-rechtlicher Vorschriften getragen oder bezuschusst wurden. Eine vorzeitige Wiederholung ist nur aus dringenden medizinischen Gründen möglich.

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