Jede Blutspende wird dringend gebraucht
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Interview mit

Günter Hofmann 
Mitglied des Regionalbeirates Franken und Oberbayern und Blutspender

Günter Hofmann

Weitere Blutspende-Informationen:

 DRK Blutspende

 Mutspende

 

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Auch Ihr Blut kann helfen!

Die SVLFG appelliert an alle Personen, ab einem Alter von 18 Jahren regelmäßig zur Blutspende zu gehen, sofern es der Gesundheitszustand zulässt.  Für Günter Hofmann, Mitglied der ehrenamtlichen Selbstverwaltung der SVLFG ist das selbstverständlich. Im Interview äußert sich der langjährige Blutspender zu Bedeutung und Vorteilen des Blutspendens sowie zu seinen persönlichen Motiven:

SVLFG: Herr Hofmann, Sie sind selbst Blutspender. Warum?

Günter Hofmann: Ich weiß, dass Blutspenden unersetzlich sind, weil Blut nach wie vor nicht künstlich hergestellt werden kann.  Es ist ein gutes Gefühl, nach dem Spenden zu wissen, dass ich mit meinem Blut anderen Menschen helfen, vielleicht sogar Leben retten kann.

SVLFG: Nur etwa 3 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger denken wie Sie und spenden Blut. Das DRK geht davon aus, dass viel mehr Menschen gesundheitlich dazu in der Lage wären. Woran kann die mangelnde Spendenbereitschaft  liegen?

Günter Hofmann: Sicher sind unbegründete Ängste und Gedankenlosigkeit im Spiel. Die Wenigsten wissen, dass eine Blutspende die Gesundheit eher fördert, als dass sie schadet. Ich habe von meinen Ärzten sogar eine ausdrückliche Empfehlung bekommen, Blut zu spenden, um meine Blutwerte zu verbessern.

SVLFG: Habe ich als Spender denn einen Vorteil, wenn ich zum Blutspenden gehe?

Günter Hofmann: Der größte Vorteil ist - wie so oft - die persönliche Absicherung nach dem Solidarprinzip. Wenn alle, also auch ich selber, mitmachen, werden auch dann genug Blutkonserven da sein, sollten ich oder meine Kinder darauf angewiesen sein. Nach der Spende erhalte ich einen kostenlosen Spendenausweis für die Brieftasche. Er enthält wichtige Informationen zu meiner Blutgruppe, was bei einem Unfall sehr wichtig sein kann. Ein weiterer direkter Vorteil ist die kostenlose Laboranalyse des gespendeten Blutes. Sollte ein Krankheitsverdacht auftauchen, werde ich umgehend informiert und kann sofort handeln. 

SVLFG: Wie wahrscheinlich ist es, dass ich eine Blutspende benötige?

Günter Hofmann: Durchaus wahrscheinlich! Täglich werden in Deutschland ca. 15.000 Blutspenden benötigt.  Fast jeder Bundesbürger (rund 80 Prozent) ist mindestens einmal in seinem Leben auf eine Blutspende angewiesen, so das DRK.

SVLFG: Wie läuft eine Blutspende ab?

Günter Hofmann: Der Zeitaufwand für eine Blutspende liegt bei etwa einer Stunde, wobei die Spende selbst nur rund 10-15 Minuten dauert. Der Rest der Zeit entfällt auf die Erhebung der persönlichen Daten, die ärztliche Untersuchung sowie die Erholungsphase nach der Spende.

SVLFG: Haben Sie über mögliche Risiken einer Blutspende nachgedacht?

Günter Hofmann: Natürlich. Ich habe darüber mit meinem Hausarzt gesprochen. Ich denke, es ist wichtig zu wissen, dass niemand befürchten muss, sich beim Blutspenden mit Krankheitserregern zu infizieren. Was aber tatsächlich passieren kann, ist, dass es manchmal zu  Kreislaufbeschwerden kommt. Wer vor der Blutspende ausreichend trinkt und isst, kann dem entgegenwirken. Probleme können auch an der Einstichstelle auftreten, zum Beispiel Entzündungen,  Blutergüsse oder schmerzhafte Nervenirritationen. Mir ist das zum Glück aber alles noch nie passiert. Wie schwer solche möglichen Risiken wiegen, muss jeder für sich selbst abschätzen. Für mich persönlich wiegt das Wissen, dass meine Blutspende Leben retten kann, diese Risiken bei Weitem auf.

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