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Brunsterkennungssystem
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Brunsterkennungssysteme:
Eine Hilfe für jeden Tag im Jahr

Technische Einrichtungen im Milchviehbetrieb sollen idealer Weise nicht nur die Produktivität steigern, sondern die Arbeit erleichtern und die Arbeitssicherheit verbessern. Brunsterkennungssysteme erfüllen diese Anforderungen. Georg und Stefan Hollfelder nutzen die fortschrittliche Technik seit Jahren in ihrem Milchviehstall.

Einen Bullen in der Herde als Alternative lehnen die Unternehmer sowohl aus betriebswirtschaftlichen, vor allem aber auch aus Sicherheitsgründen, ab. Als Arbeitgeber und Ausbilder tragen die Unternehmer die Verantwortung nicht nur für sich selbst, sondern auch für Auszubildende und mitarbeitende Familienangehörige. Ein Bulle in der Herde kommt deshalb für sie nicht in Frage.

Überraschender Angriff

Stefan Hollfelder kennt aus eigener Erfahrung die Gefährdung, die von Großvieh ausgehen kann. „Der Angriff kam für mich völlig überraschend. Zum Glück war das nur eine tragende Kalbin! Das Tier war vorher nie auffällig“, blickt er zurück. Unglücklicher Weise war Stefan Hollfelder damals auf der Flucht ausgerutscht.  „Durch die ständigen Angriffe des Tiers bin ich kaum mehr vom Boden hochgekommen. Es war schwierig genug, mich verletzt vor dieser jungen Kalbin in Sicherheit zu bringen. Was passiert wäre, wenn mich ein ausgewachsener Bulle angegriffen hätte, darüber mag ich überhaupt nicht nachdenken“, so der Landwirt im Rückblick. 

SVLFG-Präventionsmitarbeiter Wolfgang Schatz bestätigt Hollfelders schlimmste Befürchtungen: „Unfälle aufgrund von Angriffen durch einen Bullen enden so gut wie immer schwer, oft mit bleibenden gesundheitlichen Einschränkungen und nicht selten tödlich. Die Tiere sind unkalkulierbar und werden meistens völlig überraschend für die Eigentümer gefährlich.“

Alternative: Brunsterkennungssysteme

Alleine schon aus diesem Grund, aber auch, weil die technische Lösung eine deutliche Arbeitseinsparung im Milchviehstall bringen kann, befürwortet die SVLFG die Anschaffung von automatischen Brunsterkennungssystemen als Alternative zu einem Bullen in der Herde.

Brunsterkennungssystem mit Anzeige am Bildschirm    
Brunsterkennungssystem mit Anzeige am Bildschirm    

Stefan Hollfelder stimmt der Einschätzung der SVLFG zu. Für ihn geht auch die betriebswirtschaftliche Rechnung vollständig auf: „Die Technik macht bei uns seit Jahren die Arbeit im Stall sicherer, erleichtert sie wesentlich und der wirtschaftliche Erfolg wird gesteigert“, so sein Resümee.

 „Damit unser Betrieb funktioniert, brauchen wir zuverlässige Kalkulationsgrundlagen. Ein Bulle in der Herde ist immer ein Unsicherheitsfaktor. Für ein verlässliches Herdenmanagement ist es wichtig, genau zu wissen, wann welche Kuh brünstig ist, wann sie besamt werden kann oder wann sie trocken gestellt werden muss. Das automatische Brunsterkennungssystem liefert mir zu jedem Zeitpunkt genaue Daten. Nichts wird mehr übersehen. Die Zahl der Besamungen auf unserem Betrieb ist gestiegen. Auch Verhaltensänderungen, die nichts mit der Brünstigkeit zu tun haben, sondern zum Beispiel Anzeichen für eine Erkrankung sein können, bekomme ich vom System übermittelt.“

Brunsterkennungssystem mit Anzeige über Handy   Selbst aus der Ferne kann Stefan Hollfelder ohne merklichen Arbeitsaufwand alles Notwendige veranlassen – sei es, den Zeitpunkt der Besamung festlegen oder den Tierarzt für eine Untersuchung in den Stall bestellen.
Brunsterkennungssystem mit Anzeige über Handy
 
   
Brunsterkennungssystem mit Anzeige im Büro    
Brunsterkennungssystem mit Anzeige im Büro    

Ein weiterer Pluspunkt für die Technik: Leistungsfähige Kälber sind das Ergebnis optimaler Anpaarungen. Nur ein großer Genpool, wie der des Besamungsvereins Neustadt/Aisch, mit dem Stefan Hollfelder zusammenarbeitet, macht dies möglich. „Ein einziger Bulle könnte das niemals leisten. Kein Bulle passt für jede Kuh“, weiß  Hollfelder.

Hohe Anwenderzufriedenheit

Christian Büttel vom BVN und Stefan Hollfelder mit dem neuen Gerät   „Landwirte, die mit Brunsterkennungssystemen arbeiten, sind in aller Regel sehr zufrieden“, weiß Christian Büttel vom Besamungsverein Neustadt/Aisch. Allerdings gilt auch hier, dass das System regelmäßig gewartet wird und die Tierdaten immer aktuell sein müssen, damit ein optimales Ergebnis erzielt werden kann.

 

 

Christian Büttel vom BVN und Stefan Hollfelder mit dem neuen Gerät    

Die Erfahrungen: „Die natürlichen Brunsten der Tiere werden durch die Systeme zuverlässig erkannt – auch Kühe, die in der Vergangenheit scheinbar brunstlos geblieben sind oder zu Zysten neigen, fallen nicht durch das Raster“, so Dr. Claus Leiding.

Kuh mit Transponderhalsband    
Kuh mit Transponderhalsband    

Ein weiteres Plus: Je nach Ausführung können die Systeme neben der Brunsterkennung verschiedenste Daten über den Gesundheitszustand der Kuh erheben und den Landwirt schnell und zuverlässig informieren.

Beratungsangebot der SVLFG

Die Präventionsmitarbeiter der SVLFG haben ein breites Wissen und viel Erfahrung im Bereich Arbeitsschutz. Im Rahmen kostenloser Beratungen geben sie ihre Kenntnisse gerne an landwirtschaftliche Unternehmer weiter. Im gemeinsamen Gespräch werden dabei Möglichkeiten erarbeitet, Ställe individuell auf die Ansprüche des Rinderhalters hin zu optimieren.

SVLFG-Präventionsmitarbeiter Wolfgang Schatz berät Stefan Hollfelder    
SVLFG-Präventionsmitarbeiter Wolfgang Schatz berät Stefan Hollfelder    

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