Tipps für gesunde Ernährung
Salz und Pfeffer
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Salz – gesund oder ungesund?

Kochsalz besteht zu 97 Prozent aus Natrium und Chlorid. Die restlichen 3 Prozent sind verschiedene andere Mineralstoffe und Spurenelemente. Natrium ist verantwortlich für die Regelung des Wasserhaushaltes und die Reizübertragung von Muskel- und Nervenzellen. Chlorid ist Bestandteil der Verdauungssäfte. Im täglichen Stoffwechsel verbraucht der Körper Salz. Durch Schwitzen ist diese Menge unterschiedlich.

Wieviel Salz braucht der Körper täglich?

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt sechs Gramm Kochsalz pro Tag für eine erwachsene Person. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt fünf Gramm Kochsalz pro Tag. Für Kinder unter 11 Jahren ist der Bedarf noch niedriger. So reichen für 1-3 jährige Kinder zwei Gramm täglich, für 4-6 jährige Kinder drei Gramm täglich und für 7-10 jährige Kinder fünf Gramm täglich. Die Mindestmenge, die täglich aufgenommen werden sollte, liegt bei ca. zwei Gramm Kochsalz pro Tag.

Muss im Sommer und bei anstrengender körperlicher Arbeit mehr Salz gegessen werden?

Personen mit anstrengenden körperlichen Tätigkeiten, wie z. B. Wald- und Forstarbeiter, Landwirte, Bauarbeiter oder Garten- und Landschaftsbauer, verlieren mit dem Schweiß auch Salz. Dies gilt besonders im Sommer bei höheren Außentemperaturen. Je mehr Schweiß produziert wird, desto größer ist auch der Salzverlust. Jeder Mensch verliert im Rahmen des normalen täglichen Stoffwechsels Salz. Die Menge ist jedoch bei durchschnittlicher Schweißproduktion nur ein Gramm Salz pro Tag. Wenn durch vermehrtes Schwitzen dem Körper mehr Salz verloren geht, besteht jedoch kein Anlass zur Sorge. Da die Salzaufnahme mit durchschnittlich acht bis zehn Gramm pro Tag sowieso höher ist als die Empfehlung, ist ein entsprechender Salzverlust bereits ausgeglichen. Der Salzverlust durch Schwitzen müsste sehr extrem sein, dass mit salzhaltigen Lebensmitteln wie gesalzenen Nüssen, Käse, Schinken oder Fertigprodukten hier nachgeholfen werden muss.

Wie kann ich den täglichen Salzbedarf sicherstellen?

In der deutschen Bevölkerung essen Frauen durchschnittlich 7-8 Gramm Kochsalz täglich, Männer acht bis zehn Gramm. Somit ist in der Regel keine Gefährdung durch eine zu geringe Kochsalzaufnahme gegeben.

Durch welche Lebensmittel bekommt der Körper das Salz?

Der Körper bekommt das Salz nicht ausschließlich durch Salzen oder besonders salzhaltige Lebensmittel, sondern durch „normale“ Lebensmittel mit relativ geringem Salzgehalt. Hier ist die Menge der entscheidende Faktor. So stammt in Deutschland ca. ein Viertel der täglich verzehrten Salzmenge von Brot. Darauf folgen Fleisch- und Wurstwaren, und dann folgen die Milchprodukte.

Welche Auswirkungen hat eine ständig hohe Salzaufnahme für den Körper?

Bluthochdruck und auch z. B. Schädigung von Herzkranzgefäßen und anderen Blutgefäßen wird eng im Zusammenhang mit einem hohen Verzehr von Kochsalz diskutiert. Unbehandelter, dauerhafter Bluthochdruck wiederum erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Wer ist salzsensitiv und warum?

In Deutschland hat nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts die Hälfte der Bevölkerung Bluthochdruck. Davon weiß allerdings nur in etwa jeder Zweite. Die Salzsensitivität entscheidet, wie der Blutdruck bei Salzaufnahme reagiert. Salzresistente Menschen können das zu viel verzehrte Salz ausscheiden, ohne dass sich Blutdruckänderungen ergeben. Ca. 56 Prozent der deutschen Bluthochdruckpatienten und 29 Prozent der Menschen mit normalem Blutdruck sind salzsensitiv. Zur Zeit gibt es noch keinen Test, der die Salzsensitivität des Menschen messen kann.

Schmeckt mein Essen noch mit weniger Salz?

Ja! Die Geschmacksnerven „gewöhnen“ sich an Salz. Eine Angewohnheit kann auch wieder abgewöhnt werden. Wer täglich sein Essen salzt, wird die ersten Tage ohne viel Salzen das Essen als „fade“ im Geschmack empfinden. Aber da sich die Geschmacksnerven schnell daran gewöhnen, wird das vormals stark gesalzte Essen nach ein paar weiteren Tagen in der Regel als zu scharf empfunden. Der Geschmack von Speisen lässt sich hervorragend durch Kräuter und Gewürze unterstützen. Viel Salz ist dabei nicht mehr notwendig.

Sind spezielle Salzsorten gesünder?

Nein! Egal ob im Handel angebotenes Speisesalz, Meersalz oder z. B. Himalayasalz. Es ist möglich, dass hochwertiges Meersalz ein meerestypisches Aroma hat. Sogenannte Ur- oder Edelsalze, zu denen auch das Himalayasalz gehört, werden oft mit besonderen Mineralien beworben, die in dem Salz vorkommen. Es stimmt, dass verschiedene Salze verschiedene Mineralien und Spurenelemente enthalten können. Bezogen auf die Gesamtmenge und die Verzehrsmenge ist der Anteil der Mineralien jedoch in der Regel so gering, dass kein gesundheitlicher Vorteil daraus zu erkennen ist. Es gibt Salze mit unterschiedlichen Färbungen. Diese sind von der Zusammensetzung der restlichen 3 Prozent Mineralstoffe/Spurenelemente abhängig, die neben Natrium und Chlorid im Salz enthalten sind. So ist z .B. ein Salz mit einem hohen Eisenanteil entsprechend rosa gefärbt.

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