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Im Fokus: Psyschische Gesundheit von Frauen

Erfolgreich im Beruf, liebevolle Mutter, verständnisvolle Partnerin und perfekte Familienmanagerin: Setzt das gesellschaftliche Bild die „moderne Frau“ verstärkt unter Druck? Sind Frauen besonders gefährdet, psychisch zu erkranken? Wie lässt sich die psychische Gesundheit von Frauen stärken?

Diesen und weiteren Fragen ging die Frauengesundheitskonferenz nach, die am 19. April 2016 in Köln stattfand. Unter dem Motto „Im Fokus: Psychische Gesundheit von Frauen“ luden das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Expertinnen und Experten aus den Bereichen Frauengesundheit und Gesundheitsförderung ein. Präsentiert wurden aktuelle Daten und Praxisbeispiele, die erfolgversprechend sind, die psychische Gesundheit von Frauen zu fördern.

Mehrfachbelastung von Frauen fördert psychische Erkrankungen

Anlässlich der Konferenzeröffnung erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Ingrid Fischbach: „Die vielschichtigen Herausforderungen des Familienalltags in Deutschland werden nach wie vor zum größten Teil von Frauen bewältigt. Dies gilt sowohl bei der alltäglichen Sorge für die Kinder als auch bei der Betreuung und Pflege älterer oder kranker Angehöriger. Gerade berufstätige Frauen und Mütter sind dadurch einer Mehrfachbelastung ausgesetzt, die auch Stress und Druck erzeugen kann. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss auf allen Ebenen weiter unterstützt werden. Gleichzeitig geht es darum, psychischen Belastungen entgegenzuwirken, deshalb haben wir mit dem Präventionsgesetz die Früherkennung und Vorbeugung von psychischen Erkrankungen deutlich gestärkt.“

„Viele Frauen befinden sich in belastenden Lebenssituationen, beispielsweise als alleinerziehende Mutter, Tochter pflegebedürftiger Eltern oder in der Doppelrolle beruflicher und familiärer Herausforderung. Vielen von ihnen fehlt die dringend benötigte Entlastung und die Anerkennung ihrer Leistung“, sagte Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Die enormen gesellschaftlichen Erwartungen gehen an vielen Frauen nicht spurlos vorbei. So berichten 10 Prozent der Frauen und 6 Prozent der Männer, dass bei ihnen in den letzten 12 Monaten eine Depression oder depressive Verstimmung bestand, die von einem Arzt oder Psychotherapeuten diagnostiziert wurde.“

Frauengesundheitsportal bietet unabhängige Gesundheitsinformationen

Vor diesem Hintergrund wurde deutlich, dass es einen großen Bedarf an Informationen und Angeboten zur Stärkung der psychischen Gesundheit von Frauen gibt. Aktuellen Angaben zufolge greift jede/r Zweite bei Fragen rund um die Gesundheit auf Online-Angebote zurück. Als Fachbehörde für Prävention und Gesundheitsförderung bietet die BZgA auf www.frauengesundheitsportal.de wissenschaftsbasierte unabhängige Gesundheitsinformationen. Diese beinhalten neben Angaben zu psychischen Erkrankungen, Stressbewältigung und psychischer Gesundheit qualitätsgesicherte Informationen zu Themen rund um die Frauengesundheit.

Quelle: BZgA/BMG

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