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Kinder
Achtung giftig!

Ausführliche Informationen gibt diese Broschüre: Broschüre "Achtung! Giftig!"

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Kinder müssen von giftigen Substanzen ferngehalten und über diese gut aufgeklärt werden. 

herkulesstaude 

Die so harmlos wirkende Herkulesstaude wächst oftmals an Feldrändern. Hier gilt: Auf keinen Fall berühren!

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Schützen Sie Kinder vor Gift!

Zum "Tag des Vergiftungsschutzes für Kinder im Haushalt" am 20. März möchte die SVLFG Tipps geben, um Vergiftungsfälle bei Kindern zu vermeiden.

20.000 Kinder werden in Deutschland jährlich wegen einer Vergiftung medizinisch behandelt, wobei die Dunkelziffer bei 400.000 vermutet wird. Rund 90 % der Vergiftungsunfälle betreffen Kleinkinder im Alter zwischen 10 Monaten und viereinhalb Jahren. Insbesondere kommt es zu Vergiftungen oder Verätzungen durch Medikamente, Haushalts-Chemikalien, Tabak, Alkohol und giftige Pflanzen.

Haushaltschemikalien sind Vergiftungsgefahr Nummer eins

Irreführende Verpackungen oder verlockende Düfte sind Gründe dafür, dass Kinder Haushaltschemikalien verschlucken. Sie sind die vorrangige Vergiftungsursache, gefolgt von Medikamenten. Der typische Platz unter der Spüle ist für die Sicherheit der Kinder daher ungeeignet.

Gefahrstoffe in der Landwirtschaft

In der Landwirtschaft wachsen die Kinder meist unmittelbar im landwirtschaftlichen Arbeitsbereich auf und können so nicht immer von Gefahrzonen fern gehalten werden. Umso wichtiger ist es deshalb, Gefahren dort zu beseitigen, wo sich Kinder frei bewegen können. Sämtliche Gefahrstoffe, wie Pflanzenschutzmittel, Reinigungs- oder Desinfektionsmittel, müssen stets ordnungsgemäß verschlossen und außer Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. 

So lassen sich Vergiftungen vermeiden

Grundsatz: Alle toxischen Substanzen (Unkrautvernichtungsmittel, Haushaltsreiniger, Medikamente, Insektensprays, Farben, Lacke, Lösungsmittel, Zigaretten/Tabak, Alkohol etc.) sollten im Originalbehälter und für Kinder stets unerreichbar aufbewahrt werden.

  • Verbannen Sie gefährliche Chemikalien, Säuren und Laugen möglichst ganz aus Ihrem Haushalt.
  • Bewahren Sie Putz- und Reinigungsmittel, Essig-Essenzen usw. grundsätzlich in Oberschränken auf. Die Schränke sollten zudem möglichst verschließbar sein.
  • Achten Sie auf kindersichere Verschlüsse.
  • Bewahren Sie Gefahrstoffe des landwirtschaftlichen Betriebs den Vorschriften entsprechend und unter Verschluss in Gefahrstoffschränken oder -lagern für Kinder unzugänglich auf. Das gilt auch  für gebeiztes Saatgut.
  • Halten Sie Kindern von Orten mit giftiger Gasentwicklung fern (Tierhaltungen, Lagerstätten oder Biogasanlagen) und decken Sie Gruben oder Brunnen sicher ab!
  • Heben Sie Farben, Lacke, Lösungsmittel und Ähnliches (z.B. auch Kosmetika) für Kinder unzugänglich auf.
  • Füllen Sie Reinigungs- und andere giftige oder ätzende Mittel niemals in Getränke- oder Essbehälter (Verwechslungsgefahr!).
  • Heben Sie Medikamente und Arzneimittel stets in einem kindersicher verschlossenen Schrank auf.
  • Verbannen Sie giftige Zimmerpflanzen aus der Wohnung.
  • Achten Sie auch im Garten auf mögliche Giftpflanzen.

Maßnahmen im Notfall!

Für den Fall, dass eine Vergiftung oder Verätzung trotzdem eintritt und Sie den Giftstoff kennen, wählen Sie den Giftnotruf: Regionale Vorwahl + 1 92 40 (für Berlin also z.B. 089/19240).
Ansonsten rufen Sie den Notruf 112.
  • Kein Erbrechen auslösen! Giftige Substanzen passieren sonst ein zweites Mal Hals und Rachen können evtl. nochmals Schädigungen verursachen.
  • Keine Milch! Die Gabe von Milch führt bei einigen Substanzen zu einer schnelleren Aufnahme des Giftstoffes ins Blut.
  • Keine kohlensäurehaltigen Getränke! Eine Schaumbildung kann zum Eindringen der giftigen Substanz in die Lunge führen.
  • Viel trinken! Geben Sie dem Kind Leitungswasser oder Tee, um die giftige Substanz zu verdünnen.

Ausführliche Informationen finden Sie auch in der Broschüre "Achtung! Giftig!" Herausgeber ist die Aktion "Das sichere Haus", an der die SVLFG beteiligt ist.

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