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Sie sind hier: Aktuell SVLFG - News Meldungen 2016 Winterblues - wenn die Seele traurig wird

Hintergrund

Erst seit wenigen Jahren ist bekannt, dass sich in der Netzhaut des Auges neben Zapfen und Stäbchen, die wir für das Farb- und Schwarz-Weiß-Sehen benötigen, eine dritte Art von Lichtrezeptoren befindet. Diese dienen nicht der visuellen Wahrnehmung, sondern steuern biologische Effekte: Hierzu bestehen direkte Nervenverbindungen in Gehirnregionen, in denen, abhängig von Helligkeit und Dunkelheit, unsere innere biologische Uhr und die Ausschüttung wichtiger Hormone gesteuert werden. Neben dem Tag-Nacht-Rhythmus wird auch die jahreszeitliche Rhythmik beeinflusst. Das bedeutet, dass das Tageslicht, aber auch die Beleuchtung, einen wesentlichen Einfluss auf die Wachheit (Stresshormon Cortisol), die Schläfrigkeit (Schlafhormon Melatonin) sowie auf unser Wohlbefinden und den Gesundheitszustand haben.

Sonnenlichtmangel künstlich ausgleichen?

Sonnenlicht umfasst im sichtbaren Bereich des Spektrums die Wellenlängen zwischen 380 nm und 780 nm. Sonnenstrahlung mit größeren Wellenlängen werden als Infrarot- und mit kleineren als Ultraviolettstrahlung bezeichnet.

Die Beleuchtungsstärke im Freien beträgt an einem trüben Wintertag ca. 3.500 Lux, an einem Sommertag ca. 100.000 Lux. Im Lauf der Entwicklungsgeschichte hat sich der Mensch an die Sonne als natürliche Lichtquelle angepasst.

Demgegenüber entspricht das herkömmliche künstliche Licht, insbesondere die sogenannte Neonbeleuchtung, nur sehr eingeschränkt den optischen und biologischen Anforderungen des Menschen: Sowohl das Lichtspektrum wie auch die Beleuchtungsstärke weichen erheblich vom Sonnenlicht ab.

Mit Hilfe der modernen LED-Lichttechnik wird versucht, den Tagesverlauf des natürlichen Lichts (Beleuchtungsstärke und Lichtfarbe) nachzuahmen und Lösungen für Arbeitsstätten und den Privatbereich zu entwickeln. Bis solche Techniken breiten Einsatz finden, werden aber wahrscheinlich noch Jahre vergehen.

Quelle: Landesinstitut für Arbeitsgestaltung NRW

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