Atmen heißt Leben
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Im Fokus: COPD

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD ist nach Angaben der World Health Organisation (WHO) mittlerweile weltweit die dritthäufigste Todesursache. In Deutschland leben schätzungsweise 6,8 Millionen Betroffene. Die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland spricht sogar von einer der »am meisten unterschätzten Volkskrankheiten. Aktuell steht sie an vierter Stelle der krankheitsbedingten Todesursachen weltweit.

Auch in der Land- und Forstwirtschaft stehen Asthma, COPD und andere chronische Atemwegserkrankungen an der Spitze in der Statistik der Berufskrankheiten. Der diesjährige Welt-COPD-Tag, der in mehr als 50 Ländern stattfindet, steht unter dem Motto: »Es ist nicht zu spät« und will darauf aufmerksam machen, dass eine frühzeitige Diagnose und die entsprechende Therapie äußerst wichtig sind.

Je früher erkannt, desto günstiger die Prognose

Da sich chronische Atemwegserkrankungen schleichend entwickeln und erste Symptome von Atemwegsbeschwerden, wie Husten, Auswurf, Kurzatmigkeit und Atemnot nur wenig beachtet werden, informiert die SVLFG ihre Versicherten regelmäßig zu Ursachen und Frühsymptomen von Atemwegserkrankungen. Denn auch hier gilt: Je früher die Krankheit erkannt wird, desto günstiger die Prognose für den weiteren Verlauf.

Für COPD-Patienten - Disease-Management-Programme (DMP) der LKK

Versicherten COPD -Patienten bietet die SVLFG als landwirtschaftliche Krankenkasse ein sogenanntes Disease-Management-Programm (DMP) an. Ziel dieses Programms ist die Verbesserung der Lebensqualität und die Verhinderung von Folgeerkrankungen. Zusammen mit dem Patienten werden individuelle Therapieziele vereinbart. Der Patient arbeitet eng mit Arzt, Klinik und anderen Therapieeinrichtungen zusammen und wird aktiv an der Behandlung beteiligt. Anfälle von akuter Atemnot sollen so möglichst vermieden, das Voranschreiten der Erkrankung aufgehalten und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden. Weitere Informationen zu den DMP-Programmen der landwirtschaftlichen Krankenkasse.

Was ist Auslöser von Atemwegserkrankungen?

Ursächlich für chronische Atemwegserkrankungen ist - neben dem Rauchen - meist der Kontakt mit Staub, der allergieauslösende Substanzen enthält wie Bakterien, Schimmelpilze oder andere organische Substanzen in Futtermittel- und Tierstäuben (z.B. Rinderhaare, Borsten, Hautschuppen, Federn, Horn, Kot, Speichel von Tieren). Je länger und intensiver die Belastung durch Staub, desto größer ist das Risiko einer chronischen Atemwegserkrankung.

Damit es gar nicht erst zur Erkrankung kommt

Der Kontakt zu den Allergenen ist unbedingt zu vermeiden oder die Belastung zu minimieren. Das ist bisher immer noch die wirksamste Methode der Prävention, rät der Vorstandsvorsitzende der SVLFG Arnd Spahn. Denn: Je länger und intensiver die Belastung durch Staub, desto größer ist das Risiko einer chronischen Atemwegserkrankung.

Präventive Maßnahmen - wichtiges Thema der SVLFG

Die SVLFG empfiehlt daher eine Reihe von Schutzmaßnahmen: angefangen von technisch-baulichen Maßnahmen wie dem Einbau geeigneter Lüftungssysteme in Ställen, über organisatorische Maßnahmen wie der strikten Trennung von Arbeits- und Freizeitkleidung, dem Verwenden von staubarmen oder flüssigen Futtermitteln bis hin zum Tragen von Atemschutzmasken oder speziellen gebläseunterstützen Atemschutzgeräten und geeigneter allergendichter Schutzkleidung.

Weiterführende Informationen zum Thema und zu den geeigneten Schutzmaßnahmen bieten verschiedene Broschüren und Flyer, der Film "Staub macht krank", aber auch Betriebsanweisungen, Merkblätter und Checklisten, die unter dem Stichwort "Praxishilfen" in der Rubrik Prävention bereitgehalten werden. Beratung und Unterstützung finden Versicherte überdies bei den Präventionsexperten der SVLFG..

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