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Gesunder Lebensstil senkt Schlaganfall-Risiko

Jährlich erleiden mehr als 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Grundsätzlich kann ein Schlaganfall jeden treffen - vom Säugling bis zum Greis.

Worauf Sie achten sollten:

Ursache für einen Schlaganfall können beeinflussbare und nicht beeinflussbare Risikofaktoren sein. Nicht beeinflussbar sind Risikofaktoren wie Alter und Vererbung. Allerdings gibt es viele Faktoren, die durch eine gute medizinische Betreuung sowie einen gesunden Lebensstil positiv beeinflusst werden können. Die wichtigsten Risikofaktoren, die Sie selbst beeinflussen können, sind:

Bluthochdruck

Je höher Ihr Blutdruck, desto höher das Schlaganfall-Risiko. Ein unbehandelter Bluthochdruck verursacht Schäden an den Gefäßwänden und begünstigt die Entwicklung der Arteriosklerose. Messen Sie daher regelmäßig Ihren Blutdruck.

Diabetes mellitus

Diabetiker haben ein zwei- bis dreifach erhöhtes Schlaganfall-Risiko. Wie beim Bluthochdruck wird die Krankheit oft erst spät entdeckt, denn viele Diabetiker haben zu Beginn ihrer Erkrankung keine Beschwerden. Deswegen einmal im Jahr beim Hausarzt den Blutzucker testen lassen.

Fettstoffwechselstörung

Fette, die wir über unsere Nahrung aufnehmen und solche, die wir abbauen, transportiert der Körper über das Blut. Bei einem zu hohen Fettanteil im Blut stellt der Arzt entweder einen zu hohen Cholesterinspiegel, einen zu hohen Triglyceridspiegel oder beides fest. Besonders ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut kann das Schlaganfall-Risiko um das Zweifache erhöhen. Blutfette lagern sich an den Arterienwänden ab, können Engpässe bilden und fördern so die Entwicklung von Arteriosklerose. Ob der erhöhte Cholesterinspiegel gesundheitsgefährdend ist, kann ein sogenanntes "Fettprofil" sichtbar machen. Neben dem Gesamtcholesterinwert werden "gutes" HDL- und "schlechtes" LDL-Cholesterin bestimmt.

Übergewicht

Übergewicht stellt eine stetige Gefahr für die Betroffenen dar. Denn neben Diabetes, Gicht und anderen Stoffwechselerkrankungen steigert Übergewicht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Arteriosklerose. Ihr Schlaganfall-Risiko steigt damit um das Zwei- bis Dreifache.

Bewegungsmangel

Studien belegen, dass zu wenig körperliche Bewegung das Auftreten chronischer Krankheiten begünstigt. Dies gilt besonders für Herz-Kreislauferkrankungen, Typ 2 Diabetes und die Entstehung von Arteriosklerose.

Viel körperliche Aktivität und Sport halten fit: Bewegung trainiert unsere Muskeln und Gefäße und der Körper wird beim Sport mit mehr Sauerstoff versorgt. Dies macht die Gefäße elastisch. Besonders Ausdauersport reguliert den Zuckerstoffwechsel und senkt Blutdruck- und Cholesterinwerte. Die Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, empfiehlt mindestens 30 Minuten Bewegung an fünf Tagen in der Woche.

Da Übergewicht und Bewegungsmangel in einem engen Zusammenhang stehen, lässt sich das Schlaganfall-Risiko am besten durch die Kombination einer gezielten Ernährung und sportlicher Betätigung senken. Bevor Sie aber mit einer Ernährungsumstellung oder einer Sportart beginnen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Hausarzt über Ihr Vorhaben. Er weiß, auf was Sie dabei achten sollten.

Rauchen und Alkohol

Weit verbreitet ist die Meinung, dass ein Gläschen in Ehren der Herz-Kreislauf-Gesundheit nicht schaden kann. Tatsächlich haben Studien gezeigt, dass der leichte Alkoholkonsum mit einem etwas geringeren Risiko für einen Schlaganfall verbunden sein kann. Dies gilt aber nur für den Hirninfarkt, also den Schlaganfall, der durch mangelnde Durchblutung der Hirngefäße entsteht. Das Risiko für eine Hirnblutung wird jedoch mit jedem Tropfen Alkohol erhöht. Generell gilt, dass übermäßiger Alkoholkonsum das Risiko für beide Formen des Schlaganfalls erhöht.

Grenzwerte:

Für gesunde Menschen ohne genetisches oder erworbenes Risiko gilt der Konsum von Alkohol als risikoarm, wenn er im folgenden Rahmen bleibt.

  • Für Frauen liegt der Grenzwert zwischen 10 bis 12 Gramm reinem Alkohol täglich. Das entspricht in konkreten Mengen: 0,3 Litern Bier, 0,15 Litern Wein oder Sekt.
  • Für Männer liegt der Grenzwert zwischen 20 bis 24 Gramm reinem Alkohol täglich. Das entspricht in konkreten Mengen: 0,5 Litern Bier, 0,25 Litern Wein oder Sekt.

Quelle: Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

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