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Milchzahnkaries behandeln lassen!

Am 25. September ist der 25. Tag der Zahngesundheit – ein Jubiläum. Im zurückliegenden Vierteljahrhundert haben sich die Herausforderungen an die Zahnmedizin enorm verändert. Mancherorts kommen zum Beispiel längst verdrängt geglaubte Zahnschäden, vor allem bei kleinsten Kindern, wieder zurück.

Hier ist Handlungsbedarf, denn die Auffassung, dass kariöse Milchzähne nicht versorgt werden müssen, weil ja ohnehin noch die bleibenden Zähne nachwachsen, hat zu alarmierenden Ergebnissen geführt: Traurig anzusehende Kindergebisse mit Restbeständen verfaulter Zahnstummel. Dr. Brigitte Hermann, Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit e.V. (LAGZ) plädiert deshalb eindringlich dafür, schon mit den Kleinsten regelmäßig zur zahnärztlichen Früherkennung zu gehen. Zum einen, damit es gar nicht erst zu unentdeckten Kariesschäden kommen kann, zum anderen aber auch, damit Kinder lernen, dass Zahnarztbesuche kein Grund zur Panik sind.

Ursachen frühkindlicher Karies

Eine der Hauptursachen frühkindlicher Karies sieht Dr. Hermann im steigenden Konsum süß-saurer Getränke, zum Beispiel Apfelschorle, Eistee, verdünnten Säften oder Limonade. Die Getränke werden nicht aus Bechern oder Gläsern getrunken, sondern aus Flaschen mit Trink- oder Saugansatz.

Im Extremfall führt das ständige Umspülen der Kinderzähne mit diesen zahnschädigenden Getränken zum Teil zu einer derartigen Zerstörung des Milchgebisses, dass eine Behandlung in vielen Fällen nur noch von einem Spezialisten und unter Narkose vorgenommen werden kann. Eine traumatische Situation.

Eltern sind in der Verantwortung, dass es nicht soweit kommt! Dies ist umso wichtiger, weil wissenschaftliche Studien zeigen, dass Karies an den Schneide- oder Backenzähnen im Milchgebiss zu Karies bei den bleibenden Zähnen führt.

Gesunde Kinderzähne im Kleinkindalter – was können Eltern tun?

„Verzichten Sie generell, besonders aber nachts, wenn das Kind Durst hat, auf gesüßte Getränke. Wasser und ungesüßte Tees sind zahngesunde Durstlöscher. Vermeiden Sie klebrige Speisen, die sich nur schwer aus den Zahnrillen und den Zwischenräumen entfernen lassen.

Üben Sie bereits mit den Kleinsten täglich spielerisch Zähneputzen. Kinder lernen so, dass Zähneputzen zur täglichen Körperpflege gehört. Wenn Kleinkinder keine Lust dazu haben oder sich gar wehren, bringt manchmal kurzfristig eine elektrische Kinderzahnbürste den Spaß an der Sache zurück.

Verwenden Sie fluoridierte Kinderzahnpasta in den empfohlenen Mengen, sobald die Kinder diese zuverlässig wieder ausspucken. Bis zum Schuleintritt sollten Eltern beim Zähneputzen dabei sein und unbedingt einmal am Tag Nachputzen.

Kleinkind auf Schoß putzt Zähne

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