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FSME Risikogebiete in Deutschland

FSME-Risikogebiete Deutschland

Quelle: (C) Pfizer

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Zahl der FSME-Risikogebiete in Deutschland steigt

Bei einem Zeckenstich kann die Infektionskrankheit Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen werden. Die Zahl der FSME-Risikogebiete ist laut dem Robert Koch-Institut (RKI) auf 145 gestiegen. 2015 ist in Bayern der Stadtkreis Hof und der Landkreis Ostallgäu sowie in Thüringen der Landkreis Greiz hinzugekommen1. Alle drei Kreise grenzen an bereits bestehende FSME-Risikogebiete. 2014 wurden in Deutschland 265 FSME Fälle gemeldet, die meisten davon in Bayern (123) und Baden-Württemberg (95).2

Behörden empfehlen: FSME mit einer Impfung vorbeugen - auch im Urlaub

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die FSME-Impfung Kindern und Erwachsenen, die in FSME-Risikogebieten Zecken ausgesetzt sind. Entweder, weil sie dort leben oder sich kurzfristig aufhalten, zum Beispiel im Urlaub.6 In Deutschland gibt es FSME-Risikogebiete vor allem in Urlaubsregionen in Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen.1 Die STIKO-Empfehlung gilt auch für Reisende in Risikogebiete außerhalb Deutschlands, die z. B. in beliebten Urlaubregionen wie Österreich, Schweden oder dem Baltikum liegen.6,7 Wer in einem FSME-Gebiet wohnt, hat einen Anspruch auf Kostenübernahme für die Impfung durch die Krankenkassen.6 Viele Kassen zahlen die Impfung auch bei Reisen in deutsche und ausländische FSME-Risikogebiete.

Zeckenaktivität schwankt von Jahr zu Jahr - das FSME-Risiko bleibt gleich

Die Fallzahlen schwanken jährlich, abhängig unter anderem von den klimatischen Bedingungen: Ist es zu heiß oder zu nass, sind Mensch und Zecke weniger im Freien aktiv, Parasit und Wirt begegnen sich seltener. Das Risiko, nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken, bleibt aber gleich hoch. In FSME-Risikogebieten Deutschlands sind laut RKI zwischen 0,1 und 5 Prozent der Zecken mit FSME-Viren infiziert.3 Die Wahrscheinlichkeit, nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken, liegt nach Angaben der Dt. Gesellschaft für Neurologie bei 1:150.4

FSME ist ursächlich nicht behandelbar - bleibende Schäden können die Folge sein

FSME kann in zwei Phasen verlaufen. Die erste ähnelt einer leichten Sommergrippe mit erhöhter Temperatur, Kopf- und Gliederschmerzen. Für manche Betroffene ist die Krankheit danach überstanden. Bei einem Teil der Patienten schließt sich eine zweite, gefährliche Krankheitsphase an. Hierbei kommt es zur Hirnhaut-, Gehirn- und/oder Rückenmarksentzündung. FSME ist nicht ursächlich behandelbar. Die Erkrankung kann schwere gesundheitliche Folgen haben und sogar lebensgefährlich sein.

Borreliose hingegen kann mit Antibiotika therapiert werden.5,6

Quellen:

Pfizer Deutschland GmbH Berlin

1

Epidemiologisches Bulletin: FSME: Risikogebiete in Deutschland, 26. Mai 2015 / Nr. 21, Robert Koch-Institut

2

SurvStat@RKI: FSME-Fälle Deutschland, Bayern, Baden-Württemberg; Stand: 28.05.2015

3

RKI-Ratgeber für Ärzte (2011): Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

4

Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Leitlinien Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Stand: September 2012

5

Kaiser R, Vollmer H, Schmidtke K et al. Verlauf und Prognose der FSME. Nervenarzt 1997; 68: 324–330

6

Epidemiologisches Bulletin: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut, 25. August 2014 / Nr. 34

7

Süss J. 2011. Tick-borne encephalitis 2010: Epidemiology; endemic areas; and virus strains in Europe and Asia - an overview. Ticks Tick Borne Dis ;2 (1):2-15.9

 

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