Gut für die Gesundheit
Obst und Gemüse
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Wie wichtig sind sekundäre Pflanzenstoffe?

Nicht nur in Gemüse und Obst, auch in Samen, Vollkorprodukten und Kartoffeln sind sie zu finden: Sekundäre Pflanzenstoffe. Sie beeinflussen viele Stoffwechselvorgänge positiv.

Sekundäre Pflanzenstoffe haben verschiedene Wirkungen auf den menschlichen Organismus. Die entsprechenden Wirkungsweisen werden von immer mehr Studien belegt. Viele Stoffwechselvorgänge können positiv beeinflusst werden. Der Verzehr von viel Obst und Gemüse und damit verbunden einer hohen Aufnahme an sekundären Pflanzenstoffen, kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern, die Funktion der Blutgefäße verbessern , eine Blutdrucksenkung unterstützen und auch das Risiko für verschiedene Krebsarten vermindern. Sie haben entzündungshemmende, antibakterielle und antioxidative Wirkungen.

Was ist bei Lagerung und Zubereitung zu beachten?

Sekundäre Pflanzenstoffe reagieren unterschiedlich auf Wirkungen von außen. So reagieren manche empfindlich auf Hitze, während anderen die Hitze gut bekommt. Das Licht ist für einige sekundäre Pflanzenstoffe ein großer Feind. Für den Verzehr von Obst und Gemüse heißt das: Es muss nicht grundsätzlich alles roh verzehrt werden. Auch im gegarten Zustand sind durchaus noch wertvolle Inhaltsstoffe in Obst und Gemüse vorhanden. Genauso wie in verarbeiteten Lebensmitteln. So werden z. B. Tiefkühlprodukte, Säfte und Konserven in der Regel mit sehr schonenden Verarbeitungsmethoden hergestellt, so dass auch in diesen Produkten durchaus noch sekundäre Pflanzenstoffe enthalten sind. Frische Produkte sollten reif sein. In unreifen Produkten sind weniger sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Schälen ist nur bedingt empfehlenswert. Die sekundären Pflanzenstoffe befinden sich bei vielen Obst- und Gemüsesorten direkt unter der Schale. Daher ist gründliches Waschen, eventuelles abbürsten kurz vor dem Verzehr ausreichend und wertvoll. Frischware sollte keinesfalls im Sonnenlicht liegen bleiben. Dies reduziert die Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe sehr schnell.

Beachten Sie folgende Tipps:

  • Achten Sie beim Einkauf auf frische und reife Ware
  • Äpfel, Birnen, Möhren oder Gurken vor dem Essen kurz und gründlich waschen oder bürsten, aber nicht schälen
  • Obst und Gemüse nur kurz und schonend garen und einen Teil als Rohkost essen
  • Fertige Obst- und Gemüseerzeugnisse, wie Tiefkühlprodukte, Konserven, Trockenfrüchte und Säfte sind mit schonenden Verarbeitungsmethoden hergestellt und können in der täglichen Küche verwendet werden
  • Bewahren Sie Obst und Gemüse lichtgeschützt auf
  • Essen Sie Frischware so schnell wie möglich, damit Sie die größtmögliche Portion der wertvollen Pflanzenstoffe bekommen

Nahrungsergänzungsmittel - keine Alternative

Nahrungsergänzungsmittel erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit. Es ist auch sehr einfach, eine Tablette zu nehmen, anstatt in der Küche zu stehen und Gemüse zu putzen, um einen Salat herzustellen. In den Nahrungsergänzungsmitteln ist jedoch der jeweilige sekundäre Pflanzenstoff isoliert. Erstens besteht hier eine grundsätzliche Gefahr der Überdosierung. Zweitens ist davon auszugehen, dass die gesundheitsfördernde Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe dem Verbund der Vielfalt der Inhaltsstoffe eines Lebensmittels zuzuschreiben ist. Ein einzelnes Präparat mit einem konzentrierten Inhaltsstoff kann dies nicht leisten. Daher rät auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) von Nahrungsergänzungsmitteln mit isolierten sekundären Pflanzenstoffen ab. Inzwischen sind viele Lebensmittel mit sekundären Pflanzenstoffen angereichert. Dies ist ein aktueller Trend, der jedoch ebenfalls die Gefahr einer Überdosierung birgt. Die positive Wirkungsweise, die Sicherheit und der Nutzen solcher Maßnahmen kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung

 

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