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Rentenanpassung

Landwirtschaftliche Alterskasse und landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft versenden ab Mitte Juni die Rentenanpassungs- mitteilungen an die Rentnerinnen und Rentner.

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Mehr Geld für Rentnerinnen und Rentner

Die Renten aus der Alterssicherung der Landwirte (AdL) und der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung (LUV) werden ab 1. Juli 2015 um 2,1 Prozent in den alten bzw. um 2,5 Prozent in den neuen Bundesländern erhöht. Dies entspricht der Erhöhung der Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV). Das Bundeskabinett hat die entsprechende Verordnung zur Rentenerhöhung beschlossen.

Berechnet wird die Höhe der Anpassung der Renten auf der Basis der Rentenanpassungsformel im Sozialgesetzbuch. Für die alten und die neuen Bundesländer wird getrennt gerechnet.

Neuer allgemeiner Rentenwert

Der allgemeine Rentenwert in der Alterssicherung der Landwirte verändert sich entsprechend dem aktuellen Rentenwert in der gesetzlichen Rentenversicherung. Zum 1. Juli 2015 beträgt der neue allgemeine Rentenwert in den alten Ländern 13,49 Euro. Bisher stand er bei 13,21 Euro. Für die neuen Länder steigt dieser Wert von 12,18 Euro auf 12,48 Euro.

Wie funktioniert die Rentenanpassung?

Die Renten werden jährlich angepasst. Stichtag dafür ist in der Regel der 1. Juli. Die Anpassung hängt von vielen Faktoren ab. Der wichtigste ist die Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter im Vorjahr. Die Lohnentwicklung ist für die Renten so wichtig, weil diese aus den Beiträgen der Beschäftigten bezahlt werden.

Steigen also Löhne und Gehälter, erhöhen sich in der Regel im Folgejahr die Renten. Steigen die Löhne und Gehälter nicht, sind auch keine Rentenerhöhungen zu erwarten. Eine solche lohnorientierte Anpassung gibt es bereits seit 1957. Seither nehmen Rentnerinnen und Rentner an der wirtschaftlichen Entwicklung teil.

Neben der Bruttolohnentwicklung wird die Beitragssatzentwicklung in der gesetzlichen Rentenversicherung bei der Rentenanpassung berücksichtigt. Ein sinkender Beitragssatz wirkt sich positiv, ein steigender Beitragssatz dämpfend auf die Rentenanpassung im Foglejahr aus. Durch den Nachhaltigkeitsfaktor werden Veränderungen im zahlenmäßigen Verhältnis von Rentenbeziehern zu Beitragszahlern berücksichtigt. Nimmt die Zahl der Beitragszahler im Vergleich zur Zahl der Rentner ab, wirkt sich dies bei der Rentenanpassung dämpfend aus. Verändert sich das Verhältnis zugunsten der Beitragszahler, wirkt dies positiv bei der Rentenanpassung.

Sofern sich bei Anwendung der Rentenanpassungsformel in einem Jahr rechnerisch eine Minusanpassung ergeben würde, sinken die Renten dennoch nicht. Eine gesetzliche Schutzklausel verhindert dies. Unterbliebene Rentenminderungen werden allerdings in Jahren mit positiven Rentenanpassungen „nachgeholt“.  Dazu werden die jeweiligen Rentenerhöhungen so lange maximal bis auf die Hälfte reduziert, bis der Nachholbedarf abgebaut ist.

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