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Mehr als Anfälle

Am Montag, den 9. Februar 2015, findet der erste Internationale Epilepsietag statt. Die ILAE (Internationale League against epilepsy)  und das IBE (International Bureau for epilepsy) nutzen den zweiten Montag des Februars, um mit Briefen und Kommentaren den Fokus auf das Thema Epilepsie zu lenken. Es ist das Ziel, die Sensibilität für Epilepsie global voranzubringen.

Für Verbreitung in den sozialen Netzen

Die ILAE möchte möglichst viele Menschen aktivieren, zum diesjährigen internationalen Epilepsyday für eine große Verbreitung in den sozialen Netzwerken am 9. Februar zu sorgen. Eine Idee ist, sich eine Karte mit #EPILEPSYDAY herzustellen, sich vor ein bekanntes Monument der eigenen Stadt zu platzieren, sich zu fotografieren und anschließend in die bevorzugten Netzwerke wie Facebook, Instagram usw. als Bild hochzuladen. Wer kein persönliches Foto ins Netz stellen möchte, könnte sich gute Ideen einfallen lassen, die Karte dann eben irgendwo gut sichtbar vor ein bekanntes Objekt zu stellen und dann ein Foto zu machen, um es hochzuladen.

Was ist Epilepsie? 

Die Bezeichnung Epilepsie hat ihren Ursprung im Griechischen und bedeutet „plötzlich heftig ergriffen und überwältigt werden“. Epileptische Anfälle werden oft durch eine gleichzeitige Entladung vieler Nervenzellen ausgelöst und wiederholen sich ohne besonderen Grund. Dabei können entweder kleine Areale oder aber das gesamte Gehirn von den Entladungen betroffen sein. Epileptiker sind in ihrem Leben oft eingeschränkt. Durch die Anfälle besteht auch ein hohes Verletzungsrisiko, wie zum Beispiel bei Stürzen. 5 Prozent aller Menschen haben mindestens einmal im Leben einen epileptischen Anfall. Allein in Deutschland sind etwa 0,4 bis 0,8 Prozent der Erwachsenen von epileptischen Anfällen betroffen. Damit zählt Epilepsie zu den am häufigsten auftretenden neurologischen Erkrankungen.

Wie wird Epilepsie therapiert?

Vor allem durch eine medikamentöse Behandlung soll eine langfristige Anfallprophylaxe erzielt werden. Die Medikamente können Nervenkanäle blockieren und unkontrollierte Entladungen verhindern, was Anfällen vorbeugt. Daneben gibt es diverse Möglichkeiten der Behandlung, wie Schulungen (zum Beispiel zum Thema "wie man richtig fällt"), Beratungen, eine chirurgische Therapie, Homöopathie oder Anfallselbstkontrolle (als psychotherapeutisches Verfahren). Trotzdem ist ein hundertprozentiger Behandlungserfolg nicht sicher, was sich daran zeigt, dass trotz medikamentöser Behandlung etwa ein Drittel der Betroffenen nicht anfallfrei leben kann.

Für weitere Informationen zu dieser Krankheit und anderen Themen wenden Sie sich gerne an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SVLFG.

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